Unsere Informatik besucht das FZ Jülich

Felix BalduinExkursion, MINT

von Alana Wissen

18.11.2025 hat der Informatikkurs von Frau Petkau eine Exkursion zum Forschungszentrum in Jülich gemacht und an einem Schülerkongress zum Thema künstliche Intelligenz und  Quantencomputing teilgenommen.


Der Tag hat um 8:15 Uhr am Forschungszentrum Jülich begonnen . Das Forschungszentrum besteht aus vielen verschiedenen Abteilungen, welche aus Wissenschaftlern bestehen und über ein großes Gelände verteilt sind.
Die Veranstaltung wurde von verschiedenen Schulen besucht und hat ein weitreichendes Interessengebiet vertreten.

Zu Beginn des Schülerkongresses hat jede/r Schüler:in einen Vortrag oder eine Führung für einen Zeitslot von 11 Uhr bis 12 Uhr gewählt und aus der gleichen Auswahl an Vorträgen und Führungen erneut für einen Zeitslot von 13 Uhr bis 14 Uhr gewählt.
Nachdem jede/r Schüler:in sich für etwas Interessenvertretendes eingetragen hat, wurden alle Schüler:innen in einem Hörsaal empfangen. Dort wurde eine Begrüßungsrede gehalten, in der kurz erläutert wurde, wie künstliche Intelligenz den Alltag beeinflusst und die Menschlichkeit aus alltäglichen Situationen nimmt.

Anschließend wurde ein Impulsvortrag zum Thema „Future Computing“ gehalten, in dem Dr. Oliver Bücker erläutert hat, inwiefern Quantencomputer Informationen schneller wiedergeben können und dass diese aus Qubits bestehen, welche zu mehr fähig sind als die Bits in unseren alltäglichen Computern. Durch diese Qubits können Quantencomputer mehr Aufgaben lösen, werden jedoch vermutlich nie als Gaming-Computer dienen, da sie nur bestimmte Probleme lösen können, wie beispielsweise das optimale Erstellen von Flugrouten.
Quantencomputer funktionieren auf viele verschiedene Arten, wie Dr. Oliver Bücker betonte. Dies wird dadurch ermöglicht, dass viele verschiedene Menschen an der Entwicklung dieser Computer arbeiten. Er hat als Beispiel den JUPITER-Computer vorgestellt, welcher in Jülich steht und Europas schnellster Supercomputer ist, wobei dieser weltweit der viertschnellste Supercomputer ist.

Nach dieser kurzen Einführung in das Thema des Tages gab es eine einstündige Ausstellung im Foyer, mit Videos, Infoständen und Mitmachstationen für die Schüler:innen. An den Ständen waren Modelle von Computern und deren Innenleben dargestellt, sowie Videos über die Nutzung von künstlicher Intelligenz. Die Mitmachstände waren mit Quizzen ausgestattet, welche die Herleitung des Programmiercodes für künstliche Intelligenz und Computer darstellen sollten.
Zu allen Ausstellungen gab es einen Bildschirm, auf dem unklare Begriffe erläutert wurden, sodass die Stände auch ohne Besetzung verständlich waren und jeder wusste, was er oder sie vor sich hat.

Im Anschluss ist jede/r zu seinem individuellen Slot aufgebrochen.

Die Schüler:innen konnten sich unter verschiedenen Führungen oder Kurzvorträgen entscheiden. Die Führung, für die sich die meisten Schüler:innen entschieden haben, war die, in der man sich den JUPITER-Computer anschauen konnte, dessen Aufbau und Funktion in dieser Führung weiter erläutert wurde.
Eine andere Führung zeigte ebenfalls die anderen Quantencomputer im Forschungszentrum Jülich und wie diese genau funktionieren.
Die übrigen Schüler:innen haben sich im CryoLab angesehen, wie Quantencomputer heruntergekühlt werden, um schneller zu rechnen. Bei diesem Kühlprozess erreichen die Quantencomputer Temperaturen, welche beinahe 0 Kelvin, den kältesten Punkt des Universums, erreichen.

Danach hatten alle Schüler:innen eine einstündige  Mittagspause mit gestelltem Essen, worauf direkt der zweite individuell gewählte Slot gefolgt ist. Hier haben die Schüler:innen sich mit der Nachbildung von Neuronen im Gehirn beschäftigt und  dies an einem echten Gehirn getestet; dies fällt unter den Bereich des Neuromorphic Computing.
Die letzte Schüler:innengruppe hat sich einen Kurzvortrag über künstliche Intelligenz und Ethik angehört, in dem es um die Nutzung künstlicher Intelligenz in der Medizin ging und wie verlässlich die Diagnosen sind.

Zuletzt wurde ein eineinhalbstündiges Podiumsgespräch abgehalten, bei dem Prof. Joost-Pieter Katoen von der RWTH, Thomas Menke von der Koordinierungsstelle für Cybersicherheit in NRW sowie Sabrina Kirschner, welche im Institut für Demokratiepädagogik in Eupen arbeitet, anwesend waren. Beim Podiumsgespräch wurden die Themen des Schülerkongresses erneut aufgegriffen, und die Schüler:innen konnten Fragen an die Wissenschaftler stellen. Durch den interaktiven Aspekt des Gesprächs war dieses interessenfokussiert und hat viele Fragen beantwortet.