von Alessandro Kiuila, Q1 & Gabi Drießen
Jedes Jahr bietet die RWTH Aachen und das KIT (Karlsruher Institut für Technologie) unterstützt durch Sponsoren die sogenannte CAMMP-Week für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte an. Die Abkürzung CAMMP steht für Computational and Mathematical Modeling Program (auf Deutsch: Computergestütztes Mathematisches Modellierungsprogramm). Dabei handelt es sich um ein Projekt, das Schülerinnen und Schülern zeigt, wie Mathematik und Informatik zur Lösung echter Probleme aus Wissenschaft und Industrie eingesetzt werden können. Zu den Problemen zählten beispielsweise Entwicklung eines Empfehlungssystems zur Erhöhung des Warenkorbes (Bauerlieferant) oder Optimierung der Funktionsabdeckung eines Spotifysystems unter begrenzter Zeit (cinemo) oder Ablaufplanung für Volumenverträge auf Automobilterminals (Inform).
Die CAMMP-Week richtet sich vor allem an mathematisch und naturwissenschaftlich interessierte Oberstufenschülerinnen und -schüler.
Wer sich für die CAMMP-Week anmeldet, sollte dies allerdings nicht nur tun, weil man dadurch eine Woche lang nicht zur Schule muss. Die Woche ist deutlich arbeitsintensiver, als viele vielleicht erwarten würden. Statt eines entspannten Ausflugs wartet ein straffes Programm mit langen Arbeitszeiten auf euch.
Der Tagesablauf begann bereits früh am Morgen. Von 7 bis 8 Uhr gab es Frühstück. Anschließend wurde von 8 bis 12 Uhr an den Projekten gearbeitet. Nach einer Mittagspause von 12 bis 14 Uhr ging die Arbeit von 14 bis 18 Uhr weiter. Das Abendessen fand schließlich von 18 bis 19 Uhr statt. Dazwischen beschäftigten sich die Gruppen mit mathematischen Modellen, Programmierung und der Auswertung ihrer Ergebnisse. Aufgelockert wurden die Arbeit (Mathematisieren und Programmieren, Dokumentieren, Essayschreiben, Testen und Präsentieren) und die Diskussionen durch Spiele und Aktivitäten wie Jonglieren, Diabolo, Schach, Kickern, Tischtennis, Wandern oder das CAMMP-Game.
Das Essen während der Woche war leider nicht besonders gut und gehörte für viele Teilnehmende nicht zu den Highlights der Veranstaltung. Dafür waren die meisten Menschen vor Ort sehr freundlich und hilfsbereit. Sowohl die Betreuerinnen und Betreuer als auch die anderen Teilnehmenden sorgten für eine angenehme Atmosphäre, sodass man schnell neue Kontakte knüpfen konnte.
Insgesamt ist die CAMMP-Week eine spannende Erfahrung für alle, die sich für Mathematik, Informatik und wissenschaftliches Arbeiten interessieren. Wer jedoch nur mitmacht, um eine Woche schulfrei zu haben, wird wahrscheinlich überrascht sein, wie viel Arbeit tatsächlich hinter dem Programm steckt.




