von Nina Molitor
Der Plan klang eigentlich ziemlich gut: Mit 14 Lehrerinnen und Lehrern wollten wir beim Firmenlauf an den Start gehen. Wie so oft machte uns das echte Leben einen Strich durch die Rechnung. Am Ende waren wir noch zu zehnt – aber das hat der Stimmung absolut keinen Abbruch getan. Denn seien wir mal ehrlich: Qualität schlägt Quantität und warum sollte man dann traurig sein.
Pünktlich um 16.45 Uhr fiel der Startschuss und gemeinsam machten wir uns auf die 6,6 Kilometer. Das Wetter meinte es gut mit uns… und zum Glück hatten die Veranstalter aus dem letzten Jahr gelernt und entlang der Strecke Wasserduschen aufgebaut. Selten haben sich ein paar kalte Tropfen so sehr wie ein Kurzurlaub angefühlt.
Während die Beine langsam schwerer wurden, kreisten die Gedanken bei dem ein oder anderen immer häufiger um die wirklich wichtigen Dinge des Abends: Das legendäre Streuselbrötchen, die Lindt-Kugeln im Ziel, das Grillen und das Duschen danach. Man könnte fast meinen, sie hätten den einen oder die andere beflügelt und zu einer neuen Bestzeit angespornt. So „flog“ quasi ein nicht näher zu nennender Zim über die Strecke und hatte schon das ein oder andere Streuselbrötchen gefuttert, als kurz darauf auch Frau B. und dann auch recht bald alle anderen einliefen.
Und weil wir Lehrerinnen und Lehrer eben nicht nur im Klassenraum Unterstützung bekommen, wartete unterwegs noch eine schöne Überraschung: Drei oder vier unserer Schülerinnen und Schüler waren als Helfer entlang der Strecke im Einsatz, reichten Wasser, zeigten den richtigen Weg und feuerten uns an. Vielen Dank dafür – ihr wart mindestens so motivierend wie die Wasserduschen!
Das Beste zum Schluss: Alle zehn Läuferinnen und Läufer blieben ganz locker unter der 40-Minuten-Marke. Darauf können wir wirklich stolz sein. Nicht, weil wir auf Bestzeiten aus waren, sondern weil wir als Team unterwegs waren, uns gegenseitig motiviert und gemeinsam gelacht haben – selbst dann, wenn das Lächeln zwischendurch eher gequält aussah oder der Kopf einer Tomate immer ähnlicher wurde.
Als Teamkapitänin macht mich genau das besonders stolz. Ich bin stolz auf (m)ein Team, das jedes Jahr aufs Neue die Laufschuhe schnürt, gemeinsam schwitzt, sich gegenseitig ins Ziel bringt und dabei den Spaß nie verliert.
Und nächstes Jahr? Da greifen wir an! Vielleicht endlich mit eigenen Lauftrikots. Vielleicht sogar auf der 9,9-Kilometer-Strecke.
Sicher ist nur eins: Das Streuselbrötchen und die Lindt-Kugeln haben ihren festen Platz im Trainingsplan schon jetzt sicher.
Jetzt bin ich aber auch schrecklich müde, freue mich morgen auf meine Thai-Massage 😉 und bin sehr sehr stolz auf jeden einzelnen von uns !
– Eure Firmenkapitänin !

