Die folgende Online-Version unseres Schulprogramms steht demnächst auch als PDF zum Download bereit.

Im Jahr 2001 wurde das Schulprogramm unserer Schule verabschiedet , in dem die Prinzipien der erzieherischen Arbeit am Gymnasium der Stadt Würselen ausführlich dargelegt wurden, welche immer noch Gültigkeit für unsere Schule besitzen:people_vor_logo

  • Unterstützung der Entwicklung der Persönlichkeit des jungen Menschen durch eine ganzheitliche Erziehung
  • die Förderung der Übernahme von Verantwortung für das eigene Lernen und das soziale Miteinander in unserer Schule
  • Erziehung zu Toleranz und Gewaltfreiheit und freundlicher, respektvoller und fairer Umgang miteinander in unserer Schulgemeinschaft.

Das Schulprogramm ist eine Beschreibung des aktuellen Entwicklungsstandes unserer Schule in einem fortwährenden Prozess der Weiterentwicklung der Schule. Es stellt immer nur eine Momentaufnahme dar und gibt Auskunft über die Entwicklungsschwerpunkte und –perspektiven der weiteren Schulentwicklung.

Seit 2001 ist der Prozess der Schulentwicklung an unserer Schule deutlich vorangeschritten. Es gibt zahlreiche neue Bildungs- und Lernangebote, vielfältige neue Konzepte und Angebote. Die äußeren Bedingungen des Schullebens haben sich verändert, z.B. durch die Schulzeitverkürzung und auch durch die Einführung des Ganztags im Jahr 2013. Diese Veränderungen haben wiederum Veränderungen und Weiterentwicklungen angestoßen. Alle wesentlichen Konzepte werden zukünftig auf der Homepage der Schule für alle Interessenten einsehbar dargestellt.

Basis für das Schulprogramm ist das Fächerangebot der Schule. Im Zusammenhang mit der Schulzeitverkürzung wurden die bisherigen Fachlehrpläne von den Fachkonferenzen völlig überarbeitet. Die neuen kompetenzorientierten Curricula für die Sekundarstufe  I werden zu Beginn des Schuljahres 2014/15 vollständig auf der Homepage der Schule veröffentlicht sein. Auch für die Oberstufe sind zurzeit neue kompetenzorientierte Curricula in Arbeit und werden demnächst bereit stehen.

Die Jahresarbeitspläne der Schulentwicklung geben Auskunft über die anstehenden Schwerpunkte der Weiterentwicklung des Schulprogramms. Diese Jahresarbeitspläne werden von der sogenannten „Steuergruppe“ der Schulentwicklung gemeinsam mit der Schulleitung in Absprache mit der Lehrerkonferenz erstellt.

Schuljahr 2013/14 und 2014/15

Schulentwicklungsgruppe „Steuergruppe“

Frau Asikan; Frau Azarvan, Frau Johnen, Frau Steffes-Walther; Herr Zimmer-Möller und Frau Becker-Jax (Schulleiterin)

 

Aktuelle Schulentwicklungsthemen am Gymnasium Würselen 2013/14 und 2014/15

Weiterentwicklung des Ganztags

  • Entwicklung des Ganztagskonzepts für die Stufe 6 und die Mittelstufe
  • Entwicklung eines Raumkonzepts für den Ganztag (“Baugruppe“)

Hausaufgaben- und Lernzeitkonzept

  • Evaluation und Weiterentwicklung der Lernzeiten im Ganztag

Curriculum

  • Entwicklung der kompetenzorientierten Kernlehrpläne für die Oberstufe ( 2013/14: Stufe EF; 2014/15 Stufe Q1 und Q“)

Gesunde Schule

  • Arbeitserleichterung durch Verbesserungen in der Arbeitsstruktur und-organisation und der schulbezogenen Arbeit zuhause

Qualitätssicherung

  • Entwicklung eines gemeinsamen Bewertungsrasters mit Grundbausteinen für Facharbeiten
  • Entwicklung von gemeinsamen Grundsätzen zur Leistungsbewertung von Klausuren und Klassenarbeiten

Teamentwicklung

  • Teambildung im Jahrgang 5

Regelwerk

  • Überarbeitung zum Thema: erzieherische Maßnahmen
  • Überarbeitung zum Thema Handynutzung

Individuelle Förderung

  • Konzeptentwicklung: Inklusive Schule
Die Schulentwicklungskonferenz, bestehend aus fünf SchülerInnen, die aus dem Schülerrat gewählt werden, sowie fünf Elternvertretern und der Lehrer-SE-Gruppe, hat ein Regelwerk entwickelt, das das Lernen und Arbeiten in der Gemeinschaft stützen und der Entfaltung von Individualität und Leistungsfähigkeit durch ein gestaltetes Miteinander dienen soll.

Die gemeinsam erarbeiteten Regel-Vereinbarungen unterstützen die Bildungsarbeit der Lehrer, die Mitwirkung der Eltern und die Selbstentfaltung und Eigenständigkeit der Schüler.

Durch kontinuierlich fortschreitende Entwicklung der Regeln und ihrer Konsequenzen streben wir bewusste gemeinsame Übernahme von Verantwortung für die Lernarbeit und das soziale Miteinander in unserer Schule im Sinne von Selbststeuerung anstelle von Fremdsteuerung an.

Alle am Schulleben Beteiligten verpflichten sich zu demokratischem Verhalten, bemühen sich um Toleranz, um Rücksicht und Verständnis füreinander, für verschiedene Individualitäten, Nationalitäten, Kulturen und Religionen.

Das Regelwerk steht für Gleichberechtigung, ökologisches Verantwortungsbewusstsein und Verzicht auf jede Form von Gewalt.

Es ist für jeden einsehbar in unserem Schulplaner (s. Kap. III) und wird bei Schuljahresbeginn von jedem Schüler, seinen Eltern und dem Klassenlehrer neu unterzeichnet und somit als verbindlich anerkannt.

Zu Beginn des Schuljahres und zum Halbjahreswechsel erhält jeder Schüler einen Schulplaner, der ihm in der Organisation seines Schulalltags helfen soll. Er ist gleichzeitig ein Medium, das die Kommunikation zwischen Lehrern und Eltern erleichtert und die pädagogische Arbeit unterstützt und transparent macht.

Neben dem Regelwerk enthält er die Halbjahresübersicht und den Stundenplan sowie Vordrucke zur schulischen Organisation und für unterschiedliche Mitteilungen von Schule zum Elternhaus und umgekehrt.

Den größten Raum nimmt eine Wochenplanübersicht ein, in der jeder Schüler die Unterrichtsthemen und die Hausaufgaben dokumentiert und somit seinen eigenen Lern- und Arbeitsprozess nachvollziehen und kontrollieren kann und Verantwortung für sein Lernen übernimmt.

Ausgehend von der Überzeugung, dass pädagogische Arbeit nur sinnvoll und erfolgreich ist, wenn sie transparent ist und Eltern und Lehrer in engem Kontakt stehen, ermöglicht die Wochenplanübersicht gleichzeitig den Eltern einen Einblick in die Arbeit in der Schule und den aktuellen Lernstand. Dies wird ergänzt durch eine in jeder Woche freigelassene Rubrik für direkte Mitteilungen beider Seiten.

Im Schuljahr 2013/14 wurde der gebundene Ganztag an unserem Gymnasium eingeführt. Inzwischen sind die Jahrgänge 5 bis 7 Ganztagsjahrgänge, die an drei langen Schultagen (montags, mittwochs und donnerstags) mindestens bis 15.00 Uhr oder oft auch bis 15.50 Uhr in der Schule lernen, üben und auch Freizeitangebote wahrnehmen.

Dienstags und freitags endet der reguläre Unterricht um 13.15 Uhr. Allerdings gibt es auch an diesen Tagen weitere freiwillige Freizeit- und Betreuungsangebote bis 15.50 Uhr, die aber zum Teil kosten pflichtig sein können.

Die Mittagspause dauert an unserer Schule grundsätzlich 60 Minuten. Sie findet für die 5.und 6.Klassen an den langen Schultagen (Mo, Mi, Do) von 12.25 bis 13.25 statt. Dienstags und freitags von 13.15 – 14.15 Uhr.

Die Schülerinnen und Schüler ab dem Jahrgang 7 haben ihre Mittagspause an allen Tagen von 13.15 – 14.15 Uhr.

Für die Verpflegung unserer Schülerinnen und Schüler sorgt die vom Mensaverein geführte Mensa/Cafeteria. Informationen über die Mensa finden Sie über die Homepage des Mensavereins.

Genauere und ausführlichere Infos zum Ganztag, z.B. zum Tagesrhythmus, zu den Lernzeiten, zu den Arbeitsgemeinschaften finden Sie unter dem Menupunkt „Ganztag“.

1     Der Schulplaner

siehe Kapitel III

2     Ergänzungsstunden

Um individuelle Förderung zu gewährleisten und die schriftlichen Hausaufgaben zu entlasten richten wir Ergänzungsstunden in den Kernfächern ein. So erhalten in der Jahrgangsstufe 5.1 die Fächer Englisch und Deutsch eine zusätzliche Stunde, im zweiten Halbjahr auch Mathematik. Im Jahrgang 6 erhalten im ersten Halbjahr die Fächer D, E, F/L diese zusätzliche Stunde, im zweiten Halbjahr Mathematik. Hinzu kommen Unterrichtsstunden in PCL (Umgang mit dem Computer) und Soziales Lernen (Jg. 5) sowie Förderstunden ab Klasse 8.

3     Lernen lernen

Das Programm Lernen lernen ist in den Unterricht der 5.Klassen integriert und wird von den Fachlehrern nach einem festgelegten Turnus behandelt. Hier erfahren die Schüler Lernstragien von der Organisation des Arbeitsplatzes bis hin zu effektiven Möglichkeiten des Vokabeltrainings.

 

4     Rechtschreibförderung in der Erprobungsstufe

 

Die Rechtschreibförderung innerhalb der Erprobungsstufe (LuST – Lese- und Schreibtraining) setzt mit Beginn der zweiten Hälfte des fünften Schuljahres ein und ist für die Dauer eines Jahres festgesetzt. Die unterrichtenden KollegInnen erhalten somit ausreichend Zeit, sich zunächst selbst ein Bild von den Rechtschreibleistungen ihrer SchülerInnen zu machen.

Im Dezember wird ohne besondere Ankündigung für alle SchülerInnen der fünften Klassen im Rahmen des Deutschunterrichts ein standardisierter Rechtschreibtest durchgeführt. Die professionelle Auswertung des Tests erfolgt durch das LRS-Zentrum Aachen (gemeinnütziger Verein, Träger der freien Jugendhilfe). Die Erfahrungen der letzten Jahre lassen auf eine sehr hohe Zuverlässigkeit des Tests schließen.

Sollte die Auswertung des Tests einen Förderbedarf ergeben, werden die Eltern per Brief benachrichtigt. Im Rahmen eines Beratungsnachmittags erhalten sie Einblick in den Test ihres Kindes und werden über verschiedene Fördermöglichkeiten informiert.

Für das Lese- und Rechtschreibtraining (LuST) ist eine Wochenstunde im Anschluss an den regulären Unterricht vorgesehen, in der die SchülerInnen der fünften Klassen gemeinsam unterrichtet werden. Im Mittelpunkt des Förderunterrichts steht neben der Erarbeitung von verschiedenen Rechtschreibstrategien die Stärkung des Regelbewusstseins, die durch individuelle Arbeitsaufträge und spielerische Unterrichtsformen unterstützt werden soll.

Die Teilnahme an LuST ist für die betreffenden SchülerInnen obligatorisch, die Dauer kann bei schnellem Erfolg aber flexibel gehandhabt werden. SchülerInnen mit besonderem Förderbedarf sollen laut Runderlass des Kultusministeriums für den Zeitraum der Förderung von der Benotung ihrer Rechtschreibleistung freigestellt werden.

Bei einer besonders ausgeprägten Rechtschreibschwäche besteht außerdem die Möglichkeit der Teilnahme an einer professionellen Förderung in Kleinstgruppen durch Fachkräfte des LRS-Instituts in Räumlichkeiten des Gymnasiums. Diese Förderung ist kostenpflichtig; in besonderen Fällen können finanzielle Fördermöglichkeiten überprüft werden. Über die Teilnahme an diesem Programm entscheiden ausschließlich die Eltern. Kinder mit dringendem Förderbedarf müssen aber an der schulischen Förderung teilnehmen, sollten sie sich nicht bereits in einer anerkannten außerschulischen Förderung befinden.

5     Leseförderung und Unterstufenbibliothek

Im Rahmen unseres Deutsch-Curriculums wird die Leseförderung in allen Jahrgangsstufen innerhalb wie außerhalb des Unterrichts (Lesungen, Literaturwettbewerbe u.v.m.) für wichtig erachtet. Insbesondere gilt dies für die Unterstufe, um die Schülerinnen und Schüler an das Lesen längerer fiktionaler und nichtfiktionaler Texte heranzuführen und sie in der Schlüsselqualifikation des Textverständnisses zu trainieren.

Das Deutsch-Curriculum sieht – neben der Arbeit mit unterschiedlichen Textsorten im Unterricht – in Stufe 5 und 6 jeweils das Lesen eines Jugendromans vor.

In der Stufe 5 besuchen die Deutschlehrer mit ihren Schülerinnen und Schülern obligatorisch die Stadtbibliothek Würselen, um sie im Rahmen einer Bibliotheksrallye spielerisch in Angebot, Aufbau, System und Ausleihmodalitäten der Bücherei einzuführen.

In der Stufe 6 stellt jeder Schüler ein Buch vor, das er/ sie aus einer Empfehlungsliste ausgewählt und nach bestimmten Kriterien eigenständig erarbeitet hat. Ein darauf folgender Lesewettbewerb innerhalb der 6. Jahrgangsstufe im Beisein externer Juroren ermittelt den Schulsieger, der die Schule im Kreisentscheid vertreten darf.

Seit dem Schuljahr 2013/14 ist die neu eingerichtete schuleigene Unterstufenbibliothek eröffnet, die für Schülerinnen und Schüler der 5.und 6. Klassen ganz aktuelle Jugendbücher zu breit gefächerten Themen wie Abenteuer, Fantasy, Freundschaft, Tiere, sowie Sachbücher und Nachschlagewerke zu allen Fachgebieten wie Geschichte, Erdkunde, Biologie, Physik, Chemie bereithält. Eine große Auswahl an englischen und französischen Lektüren – abgestimmt auf den jeweiligen Lernstand – unterstützt das Lernen in den Fremdsprachen.

Die Bibliothek bietet gemütliche Sitzgelegenheiten zum Stöbern und Schmökern sowie 2x wöchentlich die Möglichkeit Bücher kostenlos und EDV-gestützt auszuleihen.

6     Coaching

Das Schüler-Coaching ist das neuste der Angebote unserer Schule an begabte Schüler und erfolgt nun im dritten Jahr. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse, die Talente in Sachen Lernhaltung und –organisation zeigen. Sie werden in ihren Stärken zunächst in zwei Ausbildungsblöcken gefördert: Diplompädagogin Dorle Mesch des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Pulheim vermittelt ihnen Lerntechniken, Zeitmanage­ment und Methoden der Persön­lichkeitsstärkung. Unser Gymnasium bescheinigt den Schülern die Teilnahme mit Zertifikaten.

Anschließend entscheiden die Schüler-Coaches, ob sie bereit sind, ihr Wissen um Lernorganisation und –motivation an Jüngere, Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe, weiterzugeben. Bislang haben alle ausgebildeten Coaches zugesagt. Sie bieten in Teamarbeit einmal wöchentlich eine Zeitstunde lang ein systematisches Training an. Es geht nicht vorrangig um fachspezifische Nachhilfe, sondern vor allem um eine Lernbegleitung, bei der die jüngeren Schülerinnen und Schüler selbst das Heft in der Hand behalten. Ziele sind die Verbesserung der individuellen schulischen Leistungen, der Mitarbeit, die Freude am Miteinander und am Lernen.

 

7     Komm mit

Fördern statt Sitzenbleiben

Seit dem Schuljahr 2012/13 nimmt unsere Schule an dem Projekt „Komm mit! Fördern statt Sitzenbleiben“, einer gemeinsamen Initiative des Schulministeriums und Vertretern von Lehrerorganisationen in Nordrhein-Westfalen, teil. Mit der Initiative soll die Sitzenbleiberquote – mit Hilfe von Entwicklung und Weiterentwicklung von Förderkonzepten – in den Jahrgangsstufen 7,8 und 9 dauerhaft reduziert werden. Das Leistungsniveau soll dabei erhalten bleiben.

Der Gedankenaustausch der „Komm mit!“-Schulen wird durch regelmäßige Fortbildungsangebote und Fachtagungen unterstützt.

Die Universität Koblenz-Landau begleitet dieses Projekt, indem sie Daten der Lernstandserhebungen der Jahrgangsstufe 8 und die Statistik der Sitzenbleiber auswertet, mit den Daten anderer „Komm-mit!“-Schulen vergleicht und die Vergleichsergebnisse an unsere Schule zurückmeldet. Auf dieser Basis kann unsere Schule dann die Förderangebote weiterentwickeln.

 

8     „Schüler helfen Schülern“

Die leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7-9 sollen mit Hilfe des Schüler helfen Schülern Programms in den Räumlichkeiten der Schule, mit den von der Schule zur Verfügung gestellten Materialien und auch in Zusammenarbeit mit den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern, welche die Leistungsschwächen ihrer Schülerinnen und Schüler kennen, durch ältere Schülerinnen und Schüler (EF/Q1), welche die Anforderung der Schule aus ihrer eigenen Erfahrung kennen, effektiv und zeitnah gefördert werden.

Da sich bis jetzt die SV um die Vermittlung von Nachhilfe gekümmert hat, wird diese beispielsweise bei der Suche von Tutorinnen und Tutoren, bei der Zusammenführung und bei der Vermittlung von Nachhilfe in Nebenfächern einbezogen.

  1. Ziele des Tutorenprogramms:

Ziel dieses Tutorenprogramms sollte es vornehmlich sein, die leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler durch individuelle Förderung in ihrer schulischen Entwicklung zu unterstützen. Sie sollen mit Hilfe des Tutorenprogramms parallel zum aktuellen Unterricht betreut werden. Zeitnah können auf diese Weise im Unterricht entstandene Lücken durch Wiederholung und Übungen verkleinert oder geschlossen werden. Auch eine Unterstützung bei den Hausaufgaben und bei der Vorbereitung auf die nächste Klassenarbeit wird so gewährleistet. Verbesserungen in einem defizitären Fach sollen nicht ausschließlich an besseren Noten, sondern auch an der Sicherheit, mit der die Schülerinnen und Schüler dann aktiv den Unterricht mitgestalten können, erkennbar werden und somit zur Steigerung der Motivation beitragen.

Als Ziel könnte des Weiteren eine Senkung der Rate der Sitzenbleiber angestrebt werden.

Ein weiteres Ziel wäre, dieses Tutorenprogramm für alle Schülerinnen und Schüler bezahlbar zu machen.

Das ‚Schüler helfen Schülern’-Programm soll den Nachhilfeunterricht nicht nur an die Schule anbinden, sondern auch die Möglichkeit geben, mit den Fachlehrerinnen und Fachlehrern der betreuten Schülerinnen und Schüler Kontakt aufzunehmen. So werden nicht nur die sozialen Beziehungen unter den Schülerinnen und Schülern durch ein solches Tutorenprogramm gefördert, sondern auch die sozialen Beziehungen zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern.

  1. Planung des Tutorenprogramms:
  2. Zeitlicher Rahmen der Nachhilfe?

Der zeitliche Rahmen sollte auf 60 Minuten festgelegt werden, ohne dies auf bestimmte Tage zu begrenzen, da so auch in Freistunden die Nachhilfe stattfinden kann.

  1. Fächer für die Nachhilfe?

Hauptfächer

  1. Wo soll die individuelle Förderung stattfinden?

Die Räumlichkeiten dazu sollten in der Schule zur Verfügung gestellt werden.

Eine Übersicht über die täglich von 13.15 bis 17.05 Uhr geöffneten Räume findet sich im Glaskasten neben dem Lehrerzimmer.

  1. Gruppengröße der individuellen Förderung?

Die Gruppen sollten aus derselben Klasse bzw. aus derselben Stufe sein.

Die Gruppe sollte nicht aus mehr als drei Schülern bestehen, um die Qualität der individuellen Förderung zu gewährleisten.

9     Förder- und Fordermaßnahmen Deutsch / Französisch

 

Klasse 6:

Rechtschreibung, Grammatik, Ausdruck, Wortbildung : Aufgaben mit Selbstkontrolle bei individuellem Lerntempo (D/F)

Einsatz von Tandem/Partnerübungen zur Erhöhung der Sprechanteile (F)

Überarbeitung von Texten in Schreibkonferenz (D)

Vortest vor Klassenarbeiten zur Selbsteinschätzung (D)

Individuelle Berichtigung: Korrekturpartner, Bewertungsbögen eröffnen gezielten Einsatz von zusätzlichen Übungen (D/F)

Rechtschreibförderung D in Klasse 5/6: Jährliches Verfahren: Normierter Rechtschreibtest im Dezember – Auswertung des Tests durch das LRS-Institut – Besprechung der Ergebnisse mit den unterrichtenden FachlehrerInnen – Beratung der Eltern – Zuweisung förderungsbedürftiger SuS zur schulinternen Förderstunde bzw. zur professionellen Förderung durch das Institut. Die schulische Förderung (Stt/WS) betreut momentan 20 Fünftklässler – viel zu groß (in dieser Größenordnung können die ausführlichen Förderpläne des Instituts gar nicht genutzt werden)!

Einsatz spielerischer Unterrichtsformen : Morphemquartett, Bingo… (D), Würfel- und Kartenspiele (F)

Fordern D6:

Zusatzaufgaben innerhalb der Wochenplanarbeit D (insbesondere Verfassen von Texten)

(Wochenplan eher gezwungen denn freiwillig, da die Stundenlage im Plan nur eine Hausaufgabe pro Woche ermöglicht!) – Diese Form der Hausaufgabe ist zwar höchst erstrebenswert, erweist sich aber insbesondere für schwächere SuS als schwierig, sobald im Verlauf der Woche die beaufsichtigende Instanz fehlt.

Expertentätigkeit in Gruppenarbeiten, Erstellen von Kurzvorträgen und Mind-maps, Recherche zu verschiedenen Themen. (D)

Zuweisung zur Begabtenförderung (D/F)

Zusätzliche Lektüre (D/F)

(F) Weiterführende Aufgaben im Unterrichtsverlauf: Erstellen von Texten, Dialogen zur Förderung des schriftlichen und mündlichen Ausdrucks.

 

10 Lernwerkstatt-Mathematik


Ziel

Individuelle Förderung-Mathematik, wenn ein Schüler zusätzliche Hilfe/Erklärungen braucht, da er im Unterricht nicht mitgekommen ist.

Zielgruppe

Schüler aus der Mittelstufe

Kriterien für die Aufnahme

-vorherige Anmeldung

-Teilnahme ist freiwillig und nach Bedarf des Schülers

-Gruppengroße: Max.6 Schülern

Arbeiten mit Lernpaket

11 Mädchen- und Jungenförderung

Trotz des Voranschreitens und der allgemeinen Akzeptanz emanzipatorischer Ziele in der Gesellschaft sind der Blick auf geschlechtsspezifische Benachteiligung und der bewusste Umgang mit geschlechtsbedingten Rollenmustern und Verhaltenserwartungen sowie ein entsprechend verändertes Handeln eine bleibende Herausforderung. In Bildungszusammenhängen bedeutet dies die Aufgabe, Mädchen und Jungen geschlechtersensibel zu fördern und zu fordern, ohne dadurch bestehende Rollenerwartungen zu zementieren oder gar künstlich einzupflanzen. Nachdem seit den 1970er Jahren die Mädchenförderung zunehmend in schulische Unterrichts- und Erziehungskonzepte aufgenommen wurde, ist seit den 1990er Jahren die Jungen-Förderung stärker in den Blick genommen worden (Stichwort: „Pisa-Verlierer“). Wir unterstützen das Anliegen einer geschlechtersensiblen Erziehung und Förderung durch folgende Aktivitäten und Beratungsangebote:

  • Teilnahme am Girls‘ & Boys‘ Day

Seit vielen Jahren nehmen unsere Sek I-Schülerinnen am bundesweiten GirlsDay teil, der traditionell am vierten Donnerstag im April durchgeführt wird. Seit 2007 führen wir diesen Tag auch als Boys’Day durch, was offiziell erst seit 2012 angeboten wird. Jungen und Mädchen erhalten an diesem Tag die Gelegenheit, Einblicke in ein Studien- oder Berufsfeld zu gewinnen. Neben dem allgemeinen Ziel einer Berufsorientierung sollen so stereotype Berufswunschmuster aufgebrochen werden. Die Klassenlehrerinnen und –lehrer sollen die Schülerinnen und Schüler bei der Teilnahme an diesem Tag vorbereitend unterstützen und auf die Problematik einseitiger geschlechtsbedingter Berufswünsche hinweisen.

 

  • Projektfahrt für Jungen

Da es vielen Schülern heutzutage z. T. an Werten wie Kooperationsbereitschaft, Teamfähigkeit und Verantwortungsübernahme in Gruppen mangelt, es sich bei diesen Qualifikationen aber verstärkt um Schlüsselqualifikationen im modernen Berufsleben handelt, sollen mit der Projektfahrt neue Wege gefunden werden, diese Werte zu vermitteln, sowie Möglichkeiten zur Kanalisation und zum Abbau von Aggressionen aufgezeigt und Erfahrungen von Stärke und Schwäche ermöglicht werden.

Um Teamfähigkeit zu erlangen, sollen die Schüler während der dreitägigen Projektfahrt durch physische, psychische und soziale Herausforderungen in der Natur Erfahrungen sammeln, die sie in ihren schulischen Alltag einwirken lassen können und dadurch die Möglichkeit bekommen, ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Ziel der Projektfahrt ist die Jugendherberge Rurberg in Simmerath (Eifel).

 

  • Individuelle und geschlechtsbezogene Förderung rund um Unterricht

Lehrerinnen und Lehrer des Gymnasiums Würselen entwickeln im Rahmen individueller Förderung auch Konzepte für einen geschlechterbewussten Umgang mit Schülerinnen und Schülern. Dies kann bedeuten, dass Unterricht oder außerunterrichtliche Projekte phasenweise geschlechtergetrennt durchgeführt werden oder dass im Rahmen von Binnendifferenzierung Schülerinnen und Schüler geschlechtsspezifisch verschiedene Aufgaben und Materialien bearbeiten, um ihre Motivation und ihr Interesse für auch geschlechtsbezogene Horizontüberschreitungen zu wecken, wie sie Bildungsvorgänge insgesamt zur Grundvoraussetzung haben.

 

  • Ansprechpartnerin für Gleichstellungsfragen (AfG)/Team Jungen-und Mädchenförderung

Die Koordination und Organisation der Angebote im Rahmen von Jungen- und Mädchenförderung übernehmen die Ansprechpartnerin für Gleichstellungsfragen und ihre Stellvertreterin. Da es im Zusammenhang mit der Jungenförderung sinnvoll ist, auch mindestens einen männlichen Ansprechpartner zu haben, bilden sie inzwischen schon seit einigen Jahren ein Team aus weiblichen und männlichen Kolleginnen und Kollegen, die den Girls & Boys Day sowie die Projektfahrt begleiten und für Beratungsgespräche in Bezug auf geschlechtersensible Themen zur Verfügung stehen.

 

12 Inklusion

Inklusion ist eine Herausforderung für alle Schulformen in Deutschland. Der Umsetzung der UN-Konvention und dem damit verbundenen Rechtsanspruch auf gemeinsames Lernen sehen wir uns auch als Gymnasium verpflichtet.

Inklusion beginnt bei der Wahrnehmung von Unterschieden zwischen Schülerinnen und Schülern. Sie sieht Vielfalt und Heterogenität als Herausforderung und Chance im Bemühen, allen Schülerinnen und Schülern gemeinsames aber individuelles Lernen zu ermöglichen.

Mit den an unserer Schule umgesetzten Leitideen zur individuellen Förderung und Individualisierung gerade auch im Ganztagskonzept arbeiten wir bereits inklusiv, wenn wir Schülerinnen und Schüler mit Besonderheiten im Klassenverbund zielgleich unterrichten und zugleich individuell fördern.

Inklusion ist ein systemischer und umfassender Ansatz, der die Etikettierung der separierenden Förderung überwinden möchte und die Lerngruppe insgesamt als heterogen wahrnimmt. Sonderpädagogische Förderung findet dann vor Ort an unserem Gymnasium statt.

Unser Ziel ist es, die Vorraussetzungen zu schaffen, damit sich jeder unserer Schüler und jede unserer Schülerinnen zum Lernen und Leben eingeladen fühlt und dabei individuell größtmögliche Unterstützung erhält.

1     Wettbewerbe, Workshops, Projektkurse

Um begabte Kinder zu fördern, spricht unsere Schule gezielt Einladungen zu Lernherausforderungen aus, welche sukzessive die Anforderungen an die Selbstständigkeit der Kinder und Jugendlichen steigert. Die Angebote haben einen Schwerpunkt im naturwissenschaftlichen Bereich, berücksichtigen aber auch andere Begabungen und soziale Fähigkeiten.

Besondere Förderung findet z.B. in folgenden Fachbereichen statt und wird je nach Schülerinteresse angeboten.

FachbereichNaturwissenschaften  JahrgangsstufeSI / SII AngebotWorkshop (RWTH)Projektkurse (Bionik, Elektromobilität)Wettbewerb (e-gomotion“)
Geisteswissenschaften  S I  Schreibwettbewerb 
Fächerübergreifend 6 – 9 SchülerakademieInternationale Junior Science Olympiade
Sport S I9 / S II Städteregionsmeisterschaft TennisLandesmeisterschaften Geräteturnen

 

Workshops an der RWTH Aachen

Seit 2009 kooperieren wir mit der RWTH Aachen im Rahmen des so genannten „Aachener Modells II“, um begabten Schülern nach der Schülerakademie auch außerschulische Herausforderungen zu bieten. Dazu senden uns die Koordinatoren Listen mit Workshops, zu denen sich die Schüler anmelden können. Die Themen der Workshops haben ca. 40 Lehrer, die in Stadt und Kreis Aachen für Begabtenförderung verantwortlich sind, zusammen erstellt. In diesem Jahr haben Schüler an einem Informatik-Workshop „Eigene App programmieren“ teilgenommen.[1]

Beim Aachener Modell I werden Grundschulkinder an die RWTH Aachen eingeladen, beim Modell II Schüler der Sekundarstufen. Konzipiert, finanziert und durchgeführt werden die Modelle von den Vereinigten Unternehmerverbänden, der Sparkasse Aachen und dem Verein für Begabtenförderung Aachen.

Im Jahrgang 2012/13 haben Jungen und Mädchen an folgenden Initiativen teilgenommen:

Initiative Schülerakademie Workshopmit/in RWTH ProjektkursBionik ProjektkursElektromobilität
Staffel 9 Staffel 10 gesamt
Jungen 1 6 7      3
Mädchen 4 2 6      1
Gesamt 13      4          14 27

 

  2   Vorlesewettbewerb

Der Wettbewerb richtet sich an alle SchülerInnen der sechsten Klassen. Er findet statt in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Würselen und dem Börsenverein Lesen. Nach einer Buchvorstellung ermittelt jede Klasse für sich den Klassensieger. Im Finale, meist im Rahmen des Tags der offenen Tür, wird der Schulsieger vor externen Juroren und großem Publikum ermittelt.

 

   3  Schülerakademie für die Klassen 6 bis 9

Seit Dezember 2006 macht unsere Schule das Angebot des Forderunterrichts für Schüler der Klassen 6 bis 9. Er findet freitags nachmittags, an den regulären Unterricht anknüpfend, statt. Eingeladen werden all diejenigen Schüler, von denen Kollegen meinen, dass sie sich in so mancher Unterrichtsstunde aus Unterforderung langweilen. Fünf bis acht Schüler werden an diesen Freitagnach­mittagen herausgefordert, indem sie sich aktiv und selbstständig mit frei ausgewählten Themen auseinander setzen. Offene Fragen und Problemstellungen aus den Fächern Deutsch und Mathematik stehen bereit, selbst eingebrachten Themen-Vorschläge von Schülern sind aber jederzeit willkommen. Auch fächerüber­greifende Projekte können in Angriff genommen werden. Nach den Erfahrungen aus den ersten beiden Kursen sind diese tatsächlich die Favoriten.

Nach etwa fünf Monaten präsentieren die Schüler ihre Arbeiten. Dies geschieht fast immer vor Publikum – Eltern, Freunden, interessierten Kollegen – in Form von Vorträgen, manchmal aber auch in Form von Wettbewerbsbeiträgen.

Profil des Forderunterrichts ist ein möglichst vielfältiges Angebot an Lernmedien, damit die Kinder ihren eigenen Weg der Entdeckung und Erarbeitung von Zusammenhängen gehen können. Ort des Lernens ist das Selbstlernzentrum.

In diesen Schritten arbeiten wir:

 

1. Strukturieren „Was will ich bis wann wie bearbeiten?“ Vom Notizbuch über die Mindmap bis zum Arbeits-­ und Zeitplan.
2. Recherchieren „Ich mache mich schlau.“ Vom Schulbuch über die Bibliothek über Experten-Kontakte bis zum Internet.
3. Kooperieren „Wir arbeiten gemeinsam.“ Vom Lernplakat über kooperative Sozialformen bis zur Lernplattform.
4. Produzieren „Ich stelle etwas her.“ Vom Schaubild über Rekonstruktion über Power Point bis zum Videofilm oder zur Interview-Audio-Datei.
5. Präsentieren „Ich erkläre euch das.“ Von der OHP-Folie über Power Point–Anwendungen bis zur multimedialen Präsentation.

 

   4  Coaching /Schüler helfen Schülern


Diese Angebote unterstützen die sozialen und kognitiven Kompetenzen einiger Schüler und machen sie in einer Art Win-Win-Situation nützlich für ihre Mitschüler.

 

  5  Schülerzeitung

 

Schreibend durch das Schulleben

Parole Spontan (Un-)Zensiert: Schülerzeitung am Gymnasium Würselen

Seit Anfang 2012 gibt es wieder eine Schülerzeitung an unserem Gymnasium: „Parole Spontan (Un-)Zensiert“ ist nicht nur ihr Name, sondern zugleich auch das Programm.

Die Redakteurinnen und Redakteure der Stufen 5 bis Q2 berichten in der drei- bis viermal im Jahr erscheinenden Printausgabe von den Ereignissen in und um die Schule: Von der Klassenfahrt bis hin zur neusten Entwicklung rund um Themen wie Mensa oder Schulfest. Dabei sind die ehrenamtlich arbeitenden Redakteurinnen und Redakteure stets direkt am Geschehen und berichten häufig exklusiv. Darüber hinaus werden aber auch andere Themen angesprochen: Vom Reisebericht über den Buchtipp hin zu nützlichen, den Schüleralltag erleichternden, Programmen und „Apps“ wird alles vorgestellt, diskutiert und bewertet. Auch Beiträge von Gastredakteurinnen und -Redakteuren werden immer wieder gerne gedruckt, sodass die Schülerzeitung zugleich auch eine Plattform zur Vorstellung von kreativen Beiträgen aus dem Unterricht und dem Schülerleben darstellt.

Zur Arbeit der jungen Journalistinnen und Journalisten gehört neben dem Schreiben der Artikel aber auch das Redigieren derselben, die Akquise von und der Austausch mit Werbekunden, die Kommunikation mit der Druckerei sowie das Setzen der Artikel in das selbstentwickelte Layout und das Bewerben und Verkaufen der fertig gedruckten Zeitungen. In unregelmäßigen Abständen werden auch Preisausschreiben und Wettbewerbe ins Leben gerufen, die von den SuS organisiert und betreut werden. Um dies zu organisieren und umzusetzen, treffen sich die motivierten Redakteurinnen und Redakteure einmal in der Woche zur Redaktionssitzung. Darüber hinaus tauschen sie sich aber auch rege über die schulinterne virtuelle Lern-Plattform „Fronter“ aus, auf der auch die Artikel gesammelt werden.

Das pädagogische Profil der Erprobungsstufe: Begegnungsnachmittag, Kennenlernwoche

 

► Frisch gebackene Gymnasiasten erobern neue Schulwelt

Kennenlernfest1

Einer von 1000 zu sein, plötzlich 18-Jährige als Mitschüler zu haben, ein Regelwerk zu unterschreiben, statt Sachkunde nun Physik, Biologie und Erdkunde zu haben, sich bald für die zweite Fremdsprache zu entscheiden, „das Abitur anzustreben“, bei besonderer Begabung Robotik betreiben oder schon an die Universität zu dürfen …

Wer von der Grundschule zum Gymnasium wechselt, erlebt einschneidende Veränderungen und braucht ein gut durchdachtes Konzept der Orientierungshilfe, das den Übergang sanft gestaltet. Dies gilt um so mehr seit G8, also seit das Gymnasium in acht statt bisher neun Jahren durchlaufen wird. Wir vom Gymnasium der Stadt Würselen bieten ein solches Kennenlern-Konzept, welches die ersten beiden Jahre umfasst, also das 5. und 6. Schuljahr, die sogenannte Erprobungsstufe, und welches vom Erprobungsstufenteam ständig weiterentwickelt wird. Es hilft den Schülern, nach ihren Bedürfnissen Stück für Stück die ersehnte, neue, weite Schulwelt zu erobern.

► Begegnungsnachmittag

Nach dem Motto „Vorfreude ist die schönste Freude“ laden wir die noch Viertklässler bereits vor den Sommerferien zur Begegnung mit ihren zukünftigen KlassenlehrerInnen und MitschülerInnen und den Paten aus den neunten Klassen ein. Nach auflockernden Bewegungsspielen in der Turnhalle oder auf dem Pausenhof erfahren sie, in welche Klasse sie kommen werden und wer ihr Klassenlehrerteam sein wird. Dieses Team führt sie dann schon einmal in einen „Fünfer-Klassenraum“, leitet erste Kennenlernspiele und gibt die wichtigsten Infos für den Start. Gerüstet mit der Sicherheit, bekannte Gesichter in der Klasse zu haben, den Weg zu den Klassenräumen schon einmal gegangen zu sein und dass das Klassenlehrerteam freundlich lächeln kann, werden sie sorglos ihre verdiente Sommerferienpause zur Erholung und zum Kraftschöpfen genießen.

 Kennenlernwoche

Die Gymnasialzeit startet für die Fünftklässler mit einer festlichen Einschulungsfeier in der Aula, zu der Eltern, Geschwister, enge Verwandte und Freunde herzlich eingeladen sind. In aller Freundschaftlichkeit willkommen geheißen werden die Gäste von der Schulleiterin, von der vom Begegnungsnachmittag bereits bekannten Koordinatorin der Erprobungsstufe sowie von älteren Mitschülern, die alle zusammen einen ersten Einblick in die vielfältige Arbeit unserer Schule bieten und deutlich machen, dass es sich lohnt, sich bei uns anzustrengen.

Dann heißt es Loslassen. Während die Eltern in der Aula bleiben und hier noch wichtige Informationen zum Regelwerk, dem Schulplaner und zur Arbeit des Fördervereins sowie der Schulpflegschaft erhalten, gehen die Kinder ihre erste Unterrichtswoche an. Wir nennen sie Kennenlernwoche. Schüler und Klassenlehrer, unterstützt von Paten, vollbringen in dieser Woche Höchstleistung.

Einige Themen in dieser Woche sind:

  • Vertiefung des Einander-Kennenlernens
  • Gestaltung des Klassenraums
  • Rallye durch die Schullandschaft
  • Eröffnung des Lernen-lernen-Programms mit der Einheit „Welcher Lerntyp bin ich?“
  • Erster Unterricht mit Fachlehrern
  • Verteilung der Dienste und Ämter wie z. B. Ordnungsdienst und Klassensprecher
  • Sichtung der Arbeitsmaterialien
  • Probegang zur Schwimmhalle als ersten Teil des Verkehrserziehungskonzeptes
  • Aneignung des Schulplaners, insbesondere des Regelwerks als Rahmen für ein erfolgreiches Miteinander -Leben und-Lernen

► Kennenlernfest

Höhepunkt und Abschluss der ersten Schulwoche ist das Kennenlernfest, zu dem auch ElternKennenlernfest4 und Geschwister eingeladen sind und aktiv teilnehmen können. Ein von Sportlehrern spannend gestalteter Wettbewerb, ein vom Förderverein gesponserter Grundstock für jede Klassenkasse, ein meterlanges Kuchen- und Snackbuffet und vor allem viele Kontaktmöglichkeiten begeistern jedes Jahr die Familien unserer neuen Fünftklässler.

 

Für alle Eltern, Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 veranstalten wir am Ende der Kennenlernwoche einen besonderen

An diesem Kennenlerntag ist für die Schülerinnen und Schüler von 8.00 Uhr bis 12.30 Uhr Unterricht mit besonderen Aktivitäten. Um 15.00 Uhr beginnt dann ein Spiel- und Sportfest mit einem gemütlichen Beisammensein bis ca. 18.30 Uhr. Bei den organisierten Wettkämpfen wird der Teamgeist der Klassen geweckt und auf eine erste Probe gestellt. Für die Eltern ist es eine gern genutzte Möglichkeit, in ungezwungener Atmosphäre die Klassen- und Fachlehrer sowie die Mitschüler ihrer Kinder kennen zu lernen.

Mit der Erfahrung, dass Schule Spaß macht, gehen die frisch gebackenen Gymnasiasten voller Zuversicht und Vertrauen in die nicht mehr unbekannten Lehrpersonen dann nach dem Wochenende an die Arbeit.

1     Der Schulchor des Gymnasiums der Stadt Würselen

Der Schulchor des Gymnasiums der Stadt Würselen wurde vor ca. 22 Jahren von Bernhard Wiesemann (Mathematik- und Physiklehrer) gegründet. Es ist ein Mittel- und Oberstufenchor, der auch häufig die Teilnahme von Eltern, ehemaligen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrern einbezieht. Im Schulalltag gestaltet der Schulchor das musikalische Leben auf Hausmusikabenden, Sommerfesten, Gottesdiensten und Einführungsveranstaltungen mit. Im Verlauf der Jahre hat sich ein Schwerpunkt auf die Bereiche des Musical und der Kirchenmusik herauskristallisiert. So blicken der Schulchor und das damit häufig verbundene eigene Chor-Orchester auf eine zahlreiche Reihe von semiprofessionellen Musicalabenden und Kirchenkonzerten zurück. Aus vielen Mitgliedern des Schulchores gingen im Laufe der Zeit studierte Musiker, Musiklehrer und engagierte Hobbymusiker hervor.

Neben musikalischen Aktivitäten zählt auch ein langjähriger Austausch mit der Partnerstadt Morlaix (Bretagne, Frankreich) zu den jährlichen Aktivitäten der Chormitglieder. Der Besuche der Partnerstadt und darauffolgende Gegenbesuche sind immer mit gemeinsamen Musizieren und dem Austausch von Sprache und landestypischen Gebräuchen verknüpft. Auf diese Weise musizierte der Schulchor nicht nur in Frankreich, sondern auch in verschiedenen Städten Englands und Deutschlands (u.a. unserer zweiten Partnerstadt in Hildburghausen).

Seit dem Schuljahr 2013/2014 hat Dirk Beyer die musikalische Leitung des Mittel- und Oberstufenchores sowie der Chorgemeinschaft (Schüler-, Eltern-, Lehrerchor) übernommen. Unter seinem Dirigat führte der Schulchor in den letzten Jahren verschiedene semiprofessionelle Musicalaufführung (Disney-Musicals, Les Miserables, Miss Saigon etc.) und ein Weihnachtskonzert auf. Weitere Konzerte, wie u.a. Der Kleine Tag (Rolf Zuckowski) und ein Benefizkonzert für den Würselner Kinderschutzbund sind derzeit in Planung.

Der Chor fördert neben der Freude am Singen und der Erweiterung des musikalischen Repertoires auf die Ausbildung einer guten und sicheren Singstimme sowie der Förderung sozialer und kommunikativer Kompetenzen, wie sie unsere Mitglieder auf den Zahlreichen Chorveranstaltungen im In- und Ausland schon mehrfach bewiesen haben.

2     Die Bigband

Die Bigband des Gymnasiums lädt Schülerinnen und Schüler, die Blechblasinstrumente, Flöte, Klavier, Schlagzeug, Kontra-/E-Bass oder E-Gitarre spielen ein, gemeinsam Jazzmusik zu erarbeiten.

BigBandIn diesem Zusammenhang werden ihre instrumentalen Fähigkeiten gefördert, Repertoireerweiterung erreicht und im gemeinsamen Ensemblespiel ihre Sozialkompetenz erhöht.

Die Bigband gestaltet zahlreiche schulische Feste aktiv mit.

 

3     Literatur/Theater

Der Schwerpunkt des Fachs Literatur liegt im produktiv-ästhetischen Umgang mit Texten. Unter Text verstehen wir ein literarisch-ästhetisches Produkt, das in wortsprachlicher, schriftgebundener, bildsprachlicher, körpersprachlicher oder audiovisueller Gestaltungsform zum AusdruckTheaterH gelangen kann. Hierbei kommt vor allem der Kreativität als Fähigkeit, neues Denken, Empfinden und Handeln zu entfalten und festgefahrene Wahrnehmungsmuster zu hinterfragen eine besondere Bedeutung zu. Der kreativ-produktive Umgang mit Sprache fördert Sprachkompetenz und individuelle Ausdrucksfähigkeit und sensibilisiert für eine differenziertere sprachliche Wahrnehmung. In den Produkten literarischer Kreativität spiegeln sich Gestaltungsversuche der Schüler, Wirklichkeitserfahrungen sprachlich zu verarbeiten, zu reflektieren und ihre Grenzen zu erproben. Auf diesem Weg schult das Fach Literatur unsere Schüler, fremde und eigene Texte als gestaltete Deutungs- und Erfahrungsangebote wahrzunehmen, Texte adressatenbezogen zu verfassen, sprachlich-ästhetische Wirkungen und Besonderheiten zu erkennen, prozess- und projektorientiert sowie teambezogen zu arbeiten. Das Fach Literatur besteht bei uns aus den Bereichen Schreiben (z.B. Gedichte, Geschichten, experimentelle Sprachspiele, kleine dramatische Szenen, Hörspiele, Rollenspiele, journalistisch orientierte Features) und Theater (z.B. Adaption oder aktualisierende Umschreibung vorgegebener Theaterstücke und deren schülergestalteter Inszenierung). Beide Bereiche arbeiten produktorientiert. Am Ende des Literaturkurses steht eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse (die teils auch begleitend medial als Buch- oder Hörbuch zusammengefasst werden): Entweder in Form einer öffentlichen Lesung selbst verfasster (Bereich Schreiben) oder in Form einer dramatischen Inszenierung (Bereich Theater).

 

Die MINT-Förderung am Gymnasium Würselen

Die Förderung der MINT-Fächer (MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) liegt unserer Schule besonders am Herzen. Gerade die MINT-Fächer sind es, die uns unsere Umwelt und die Beschaffenheit der Natur erklären. Nur wer hier die ausreichenden Kenntnisse besitzt, kann in derzeit wichtigen Grundfragen (Kernenergie, Gentechnik, Umweltschutz, Artenvielfalt unseres Planeten, Energieversorgung…) mitreden. Auch tun sich derzeit neue Probleme auf, die es vor 20 Jahren so nicht gegeben hat. Begriffe wie Cybermobbing, Soziale Netzwerke etc. sind allgegenwärtig. Auch hier sind es die MINT-Fächer, die grundlegende Kompetenzen bei unseren Schülerinnen und Schülern legen, um diesen Anforderungen zu begegnen. Zuletzt darf man auch nicht vergessen, dass die Berufe aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Arbeitsfeld aufgrund des Fachkräftemangels eine hervorragende Perspektive bieten und zudem für ein von der Technologie abhängiges Land wie die Bundesrepublik Deutschland für die Zukunftssicherung absolut notwendig sind.

Das MINT-Profil in der SI:

1) Unterricht

Der Unterricht wird am Gymnasium Würselen nach der Stundentafel des Landes Nordrhein-Westfalen erteilt. Hier gibt es grundsätzlich keine Kürzungen. Neben dem Fachunterricht im Klassenverband  gibt es mit PCL (Lernen am PC) für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 die wichtige Grundschulung um mit einem Computer qualifiziert zu arbeiten.
Zudem können interessierte Schülerinnen und Schüler im Wahlpflichtbereich II (WPII) die Fächer Informatik und Bio-Chemie wählen.

Stundentafel SI:

Fach 5 6 7 8 9
Mathematik 4 Std 4 4 4 3
Physik 2 Std 1 (Epochen-unterricht) 2 2
Biologie 2 Std 1 (Epochen-unterricht) 2 2
Chemie 2 2 2
PCL 1 Std
(nur 1 Hj)
Informatik (WPII) 2 2
Bio-Chemie (WPII) 2 2

2) Arbeitsgemeinschaften

Im Ganztagsbetrieb der Schule gibt es ein festverankertes AG-Angebot. Aus dem MINT-Bereich gibt es hier ständig die Angebote Robotik (Bauen und Programmieren von Lego-Mindstorms-Robotern), Tipptopia (Kurs zum Erlernen des 10-Finger-Systems), die Garten-AG  (Bewirtschaftung des Schulgartens) und Jugend forscht (Vorbereitung auf den Wettbewerb „Jugend forscht“). Da das Angebot der Arbeitsgemeinschaften ebenso wie die Talente unserer Schülerinnen und Schüler breit gefächert ist, kommen nicht immer alle Arbeitsgemeinschaften zustande.

3) Exkursionen

Im Jahresplan der verschiedenen naturwissenschaftlichen Fächer sind zum Teil feste Exkursionen für die verschiedenen Jahrgangsstufen festgelegt. Hier sollen unsere Schülerinnen und Schüler ihr in der Schule angeeignetes Wissen an außerschulischen Lernorten anwenden und vertiefen können.

Fach 6 7 8 9
Physik       Besuch des Schoollabs bzw. des Energeticons
Biologie Besuch im Zoo      
Chemie   Besuch einer Kläranalage / der Feuerwehr  

4) MINT-Tag in der Jgst. 6

Im Frühjahr findet der MINT-Tag am Gymnasium Würselen statt. Hier besuchen alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 einen außerschulischen Lernort und bekommt so praxisnahe Einblicke in den Bereich der MINT-Berufe.

5) Kooperationen

Um unser MINT-Angebot aufrecht erhalten zu können, kooperiert das Gymnasium Würselen mit derzeit drei Partnern aus dem MINT-Sektor: der Software-Firma Moser, dem IT-Dienstleister regio iT und dem SchoolLab des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) an der RWTH. Neben den Exkursionen zu diesen Partnern gibt es hier immer wieder Angebote für einzelne Schülerinnen und Schüler und für Schülergruppen. Hierbei kann es sich z.B. um spezielle Lehrgänge oder Praktika handeln.

6) Mädchen- und Jungenförderung

Mädchen und Jungen sind anders und lernen anders. Im Allgemeinen ist die Affinität von Mädchen zu den MINT-Fächern und Berufen weniger  ausgeprägt, was man z.B. an der geringeren Anzahl von Ingenieurinnen ablesen kann. Das Mädchen hier grundsätzlich eine geringere Begabung aufweisen, scheint wenig begründet und ist auch nicht durch die Leistungen im naturwissenschaftlichen Unterricht zu belegen. Es wählen aber deutlich weniger Mädchen z.B. die Robotik-AG oder in der Sekundarstufe II den Physik-Leistungskurs. Um das Interesse der Mädchen an den MINT-Fächern vertieft zu fördern, gibt es an unserer Schule verschiedene Angebote:
– ein Angebot am MINT-Tag ist ausschließlich für Mädchen reserviert
– es gibt einen zusätzlichen Robotik-Kurs als Projektkurs innerhalb der „Bunten Lernzeit“ der Jahrgangsstufe 7
– jährliche Teilnahme am allgemeinen Girls Day
Die Jungenförderung spielt ebenfalls eine Rolle, auch wenn diese ohnehin eher die MINT-Angebote gut frequentieren. Hier gibt es z.B. auch ein Angebot am MINT-Tag, welches sich nur an Jungen richtet. Ebenso nimmt die Schule jährlich am Boys Day teil. Weitere Angebote zur Jungenförderung gibt es außerhalb des MINT-Konzepts.

7) Medienkompetenz

Zur Schulung der Medienkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler gibt es für alle Klassen ein verbindliches Medienkonzept.
Zudem existiert es seit dem Schuljahr 2015/16 im Jahrgang 7 eine Tablet-Klasse, in der jede Schülerin und jeder Schüler ein eigenes Tablet (in unserem Fall ein iPad) besitzt und dieses zum Unterricht mitbringt. Das Tablet dient hier als digitales Medium zum Gestalten von Produkten (Präsentationen, Filme, Audiodateien..), als Schulbuch und als Heft.

8) Wettbewerbe

Die Schule bietet in jedem Jahr unseren Schülerinnen und Schülern  die Möglichkeit, an verschiedenen Wettbewerben teilzunehmen.

Regelmäßige Wettbewerbe:
– Känguru-Wettbewerb (Mathematik-Wettbewerb für die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe)
-PANGEA-Wettbewerb (Mathematik-Wettbewerb für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 bis 10)
– Mausefallenrennen (die Schülerinnen und Schüler  der Jahrgangsstufe 8 bauen Autos, die als Motor eine Mausefalle nutzen. Ziel ist es ein Auto zu bauen, dass möglichst weit fährt.)
– FLL (First-Lego League, internationaler Robotikwettbewerb, der sich an Schülerinnen und Schüler bis 16 Jahre richtet)
– Nano Challenge (ein von SII-Schülerinnen und Schülern organisierter Robotikwettbewerb, an dem Schulen aus dem gesamten Regierungsbezirk Köln teilnehmen)
– NetRace (Internetwettbewerb der Aachener Zeitungen)

Desweiteren bieten wir interessierten Schülern auch die Teilnahme an weiteren Wettbewerben (Mathe-Olympiade, Physik-Olympiade, Jugend forscht…) an.

9) Umwelterziehung

Seit Ende 2002 gibt es am Gymnasium der Stadt Würselen in jeder Klasse zwei gewählte Umweltbeauftragte, die gemeinsam das Umweltparlament bilden. Leitgedanke dieser Einrichtung ist die Überlegung, ein bewusstes Umweltverhalten von unten aufzubauen und in der Schülerschaft zu verankern und die Prinzipien und Regeln der Umsetzung von den Schülerinnen und Schülern demokratisch selbst bestimmen zu lassen.
Das Umweltparlament tagt pro Schulhalbjahr mindestens zweimal. Inhalt der Sitzungen ist sowohl ein intensiver Erfahrungsaustausch über die Themen Müll, Strom, Heizung und Wasser als auch die Vereinbarung bzw. Modifizierung von Umweltregeln und deren Umsetzung.
Den sogenannten Umweltrat gibt es seit 2006. Er besteht aus sechs Mitgliedern (jeweils 3 Schüler/-innen aus Sek. I und II) und wird auf der jeweils ersten Sitzung des Umwelt-parlaments im Schuljahr gewählt. Der Umweltrat vertritt das Umweltparlament nach innen innerhalb der Gremien der Schule und nach außen, z.B. gegenüber der Stadtverwaltung Würselen.

Unterstütz wird das Umweltparlament von dem Verein Gynergie e.V.. Der Verein Gynergie hat in seiner Satzung festgelegt, das Gymnasium der Stadt Würselen besonders bei der Erziehung und Bildung auf dem Gebiet des Umweltschutzes und der umweltfreundlichen Energieverwendung zu unterstützen. In enger Abstimmung mit der Schulleitung, dem Umweltparlament, den Fachlehrern und –lehrerinnen des Gymnasiums sowie der Stadt als Gebäudeeigentümerin greift Gynergie e.V. umweltrelevante Themen auf und entwickelt daraus konkrete Projekte.

MINT-Profil in der SII

In der Sekundarstufe II greifen wir die Interessen der Schülerinnen und Schüler mit einem breiten Grund- und Leistungskursangebot auf. Die Fächer Mathematik, Biologie, Chemie und Informatik werden selbstverständlich durchgängig als Grundkurse angeboten. Zudem gibt es durchgängig Leistungskurse in Mathematik, Biologie und Physik.
In der Q1 müssen die Schülerinnen und Schüler in einem Fach ihrer Wahl eine Facharbeit anfertigen. In den naturwissenschaftlichen Fächern werden hier häufig experimentelle Themen vergeben, die entweder in der Schule oder aber nach Absprache in einem externen Labor (RWTH, SchoolLab…) durchgeführt werden können. Alternativ zur Facharbeit kann auch ein Projektkurs gewählt werden. In den letzten Jahren fanden Projektkurse in Mathematik/Informatik und Chemie/Biologie/Physik statt.
Schülerinnen und Schüler mit besonderem mathematischem Interesse können zudem an dem Mathe-Plus-Kurs (Q1/Q2) teilnehmen.
Zudem organisieren Schülerinnen und Schüler der SII den Mausefallenwettbewerb und den vom Gymnasium Würselen durchgeführten, überregionalen Robotikwettbewerb Nano-Challenge.

1     Sprachenangebot

 

Am Gymnasium Würselen beginnen alle Schüler mit Englisch als erster Fremdsprache. Im Wahlpflichtbereich I können die Schüler zwischen Französisch und Englisch als zweiter Fremdsprache entscheiden. Im WP II sind dann neben gesellschaftswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Angeboten alternativ Latein bzw. Französisch als dritte Fremdsprache möglich. In der Sekundarstufe II kommt Italienisch als neu einsetzende Fremdsprache hinzu.

 

2     Das Sprachdiplom DELF


D E L F – Damit Europa leichter Fällt: Diplôme d’Etudes en Langue Française

Das DELF ist ein offizielles Diplom, für das man eine vom Institut Français organisierte und vom Kultusminister unterstützte Prüfung in der französischen Sprache ablegt. Es ist weltweit anerkannt und entspricht dem englischen Toefl-Test. Wie er richtet es sich nach dem europäischen Referenzrahmen für Sprachen.

Die Anforderungen in den Prüfungen entsprechen den auf jeder Spracherwerbsstufe zu erreichenden Fertigkeiten im mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch und ermöglichen dem Schüler eine objektive, lehrerunabhängige Rückmeldung über seinen Spracherwerbsstand in Französisch.

Der Französisch-Unterricht bereitet automatisch auf diese Prüfungen vor, da er sich in den Anforderungen an den dort abgefragten Kompetenzbereichen orientiert. Oft bieten die Fachlehrer außerhalb der Regelstunden Übungseinheiten an, die gern von den Schülern wahrgenommen werden.

Es kann sich also jeder Schüler, der sein Sprachniveau überprüfen möchte und mindestens ein Jahr Französisch gelernt hat, für die Prüfung anmelden.

Das DELF ist gleichzeitig eine große Motivation zum Spracherwerb und, da die mündliche Prüfung von externen Prüfern, die zudem Muttersprachler sind, in unbekannter Umgebung abgehalten wird, eine Herausforderung. Es bereichert die Teilnehmer um eine wesentliche Erfahrung und stärkt ihre Persönlichkeit. Außerdem macht es Spaß, sich gemeinsam auf diese Prüfung vorzubereiten.

Seit unserer Teilnahme im Jahr 2004 haben, bis auf zwei Ausnahmen, alle Teilnehmer unserer Schule (jährlich ca 80 Schüler auf allen vier Niveaus) bisher erfolgreich, teilweise mit hervorragenden Resultaten, abgeschlossen..

Das DELF erleichtert überdies den Übergang ins Studien- Und Berufsleben (s. Punkt 8): Die bei erfolgreichem Abschneiden ausgehändigte Urkunde ist bei Bewerbungen ein anerkanntes Zertifikat. Bei manchen Studiengängen, z.B. an Business-Schools, werden als Eingangstests unter anderem Sprachprüfungen durchgeführt. Die Vorlage des DELF erspart einem diesen Test. Gleiches gilt für Bewerbungen an französischen Universitäten.

 

3     Austausch mit Le Havre (Frankreich)


  1. Hauptthema, Programmschwerpunkte, Prioritäten, besondere Lernziele

Der im letzten Jahr zum ersten Mal durchgeführte Schüleraustausch mit dem collège Henri Wallon in Le Havre / Frankreich stand unter dem Thema „50 Jahre Elysée-Vertrag – Die Auswirkungen dieses Vertrags auf uns.“ Auch in diesem Jahrmöchten wir die Idee des Elysée-Vertrags und die Auswirkungen auf den schulischen Bereich in den Fokus stellen. Die Schüler sollen sich der engen Verbindung dieser beiden Länder bewusst werden und in ihrem Rahmen die Idee der deutsch-französischen Freundschaft leben und weiter entwickeln. Die Austauschpaare sollen vor, während und auch nach dem Austausch an kleinen Projekten gemeinsam arbeiten.

Schwerpunkte des Austausches bilden die Entdeckung des französischen Schulalltags auf einem collège und der Alltag und das Alltagsleben der Menschen in der Normandie.

  • Die Schüler wohnen in Austauschfamilien und nehmen so aktiv am Leben der Austauschfamilie teil. Während des Wochenendes verbleiben die Schüler in den Familien und unternehmen gemeinsam etwas. Pro Gastfamilie soll nur ein Austauschschüler aufgenommen werden.
  • Die Schüler nehmen aktiv am Schulalltag der Partnerschule teil.
  • Die Schüler besichtigen die Schule und entdecken Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede im Schulsystem der beiden Länder.
  • Die Schüler entdecken die Normandie (Le Havre, Rouen, Etretat , Honfleur, etc.)
  • Die Schüler wenden das bisher im Unterricht Erlernte in authentischen Kommunikationssituationen aktiv an.
  1. Terminplanung

Der Austausch soll innerhalb eines Kalenderjahres, aber in zwei Schuljahren (2013/2014 und 2014/2015) durchgeführt werden. Der Besuch in Le Havre wird vom 18.-24. Juni 2014 erfolgen (also unmittelbar vor den Zeugniskonferenzen), der Gegenbesuch in Würselen im Herbst 2014.

  1. Jahrgangsstufe / Anzahl der Teilnehmer

Die Fachschaft Französisch bietet diesen Austausch der Jahrgangsstufe 7 (Besuch in Le Havre) bzw. dann der Jahrgangsstufe 8 (Gegenbesuch in Würselen) an. Die deutschen Schüler sind also ca. 13 Jahre alt. Alle haben das Fach Französisch ab der 6. Klasse als 2. Fremdsprache gewählt. Da das collège Henri Wallon lediglich ungefähr 250 Schüler hat und der Anteil der Schüler, die deutsch lernen, momentan eher gering ist, haben wir uns entschieden, den Austausch den franz. Schülern der 6ème, 5ème und 4ème anzubieten. Anhand von vorher erstellten Fragebögen, Steckbriefen, etc. werden dann zueinander passende Schüler zugeteilt.

Begründung für die Jahrgangsstufe 7 / 8: Die deutschen Schüler sind nach ca. 2 Jahren Französischunterricht in der Lage, authentische Kommunikationssituationen des Alltags zu meistern. Zudem soll die Austauschbegegnung die Motivation für die Fremdsprache aufrecht erhalten. Die Normandie ist außerdem Thema einer späteren Lektion im Schulbuch.

Im letzten Jahr haben 15 deutsche Schüler an dem Austausch teilgenommen. Auch in diesem Schuljahr werden voraussichtlich ungefähr 15 Schüler an dem Austausch teilnehmen können. Mme Jouault, die französische Kollegin in Le Havre,

hat für das kommende Jahr ein weiteres collège in Le Havre gefunden, das Interesse an einem Austausch mit uns hätte.

Somit wäre eine Kooperation und folglich eine größere Teilnehmerzahl möglich. Unsere Schüler haben großes Interesse, an dem Austausch teilzunehmen. Im vergangenen Jahr mussten wir aufgrund der vielen Interessenten und Anmeldungen die Schüler auslosen. Auch in diesem Jahr wird die Anzahl der Interessenten weit über der möglichen Teilnehmerzahl liegen, so dass eine Kooperation mit einer weiteren Schule in Zukunft sinnvoll wäre.

  1. Kosten

Im letzten Schuljahr betrugen die Kosten für die dt. Schüler für den Besuch in Le Havre (Busfahrt, Ausflüge/Eintrittsgelder- Le Havre, Rouen, Etretat – Mittagessen in der Mensa der Schule, Taschengeld) und in Würselen (Zug- & Bustickets, Ausflüge – Aachen (Badminton-Halle, Bowling, Stadtzentrum, Dom), Köln (Dom / Turmbesteigung, Sport- & Olympiamuseum)) ca. 250€. Der Förderverein hat diesen Austausch mit 20€ pro Schüler unterstützt. Eine weitere Förderung seitens des Deutsch-Französischen Jugendwerks war aufgrund der kurzfristigen Realisierung des Austauschs nicht möglich.

In diesem Jahr wurde ein Antrag zur zusätzlichen Unterstützung / Förderung beim DFJW gestellt. Zukünftig werden die Kosten weiter reduziert werden können, wenn durch eine Kooperation mit einer weiteren Schule in Le Havre eine höhere Teilnehmerzahl möglich ist und somit insbesondere die Busfahrt günstiger wird.

  1. Vorbereitung des Austauschs
  • Individueller und kollektiver Schriftverkehr bzw. Austausch. Bereits vor dem Austausch sollen Schüler und Lehrer in Kontakt zu einander treten. Dies geschieht durch Steckbriefe, Mails, persönliche Briefe, Postkarten, Video-Sequenzen, Arbeiten der Schüler (Collagen, Plakate etc.). Die Arbeiten, Briefe etc. werden über die Lehrer an die Partnerschulen geschickt. Die KollegInnen in Le Havre und in Würselen stehen in engem Kontakt zueinander. In regelmäßigen Telefonaten, Skype-Gesprächen und E-Mails werden kleine Projekte, Arbeiten etc. abgesprochen und der Austausch optimal vorbereitet.
  • Recherche über die Partnerregion und die Partnerstadt in Bezug auf Geographie, Kultur und Geschichte.
  • Wortschatzarbeit (Schulalltag und Alltag – nach dem Weg fragen, eine Verabredung treffen, ein Ticket für den Bus / die Bahn kaufen, ein Gespräch am Tisch innerhalb der Familie verstehen etc.), Entwicklung von Strategien zum Hör- und Leseverstehen, Grammatik im Unterricht.
  • Erstellen von Arbeitsblättern, die während des Austauschs vervollständigt werden sollen (Stadt, Alltag, Schulsystem, dt.-frz. Beziehungen etc.)
  • Vorbereitung eines Reisetagebuchs
  1. Auswertung des Austauschs

Alle ausgefüllten Arbeitsblätter, Prospekte, Stadtpläne, Eintrittskarten, kurze Tagesberichte etc. werden in das persönliche Reisetagebuch geklebt. Dieses Reisetagebuch dient als Grundlage, den Austausch im Anschluss noch einmal Revue passieren zu lassen und im Unterricht zu thematisieren. Darüber hinaus wird das Reisetagebuch von der Lehrperson bewertet und die Schüler erhalten abschließend eine Zeugnisbemerkung über die Teilnahme am Austausch.

Zudem soll eine umfassende Evaluation des Austauschs erfolgen, die u.a. das Ziel hat, den Austausch in den kommenden Jahren noch zu optimieren.

Abschließend würden wir auch gerne nach dem Austausch den Kontakt weiter aufrecht erhalten und planen weitere Projekte, so zum Beispiel das Erstellen eines calendrier bilingue über den Austausch Le Havre / Würselen 2014. Dieser Kalender soll jüngere Jahrgangsstufen neugierig machen und motivieren, ebenfalls an einem Austausch teilzunehmen.

  1. Vorgaben
  • Interkulturelle Kompetenzen: Die Schülerinnen und Schüler verfügen über ein grundlegendes Orientierungswissen zu Frankreich und erweitern ihr Wissen über frankophone Lebenswelten. Ihnen sind Gemeinsamkeiten und auffällige Unterschiede im Alltagsleben bewusst und sie können sich mit frankophonen Sprecherinnen und Sprechern in Begegnungssituationen darüber verständigen. Sie können vertraute Handlungssituationen im frankophonen Ausland bewältigen und dabei einige kulturspezifische Rituale erproben. (Kernlehrplan – Sek. I. Gymnasium. Französisch, S. 29)
  • Interkulturelle Begegnungen: Kompetenzbeschreibungen im Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen

savoir (deklaratives Wissen) savoir faire (prozedurales Wissen) savoir être (persönlichkeitsbezogene Kompetenz)

  • Merkmale, die für eine Gesellschaft und ihre Kultur charakteristisch sind: tägliches Leben, Lebensbedingungen, Werte und Einstellungen, nonverbale Kommunikationsformen, soziale Konventionen, rituellesVerhalten
  • Kenntnisse über Beziehungen zwischen der Kultur des Herkunftslandes und der Kultur des Ziellandes in interkulturellen Kontexten.
  • Kenntnisse objektiver und subjektiver Sichtweisen des jeweils anderen Landes.
  • Fertigkeiten, sich entsprechend der charakteristischen Merkmale einer Kultur und ihrer Konventionen in verschiedenen Kontexten verhalten zu können.
  • Fähigkeit, die eigene und die Zielkultur miteinander in Beziehung zu setzen mit dem Ziel, stereotype Sichtweisen zu überwinden.
  • Fähigkeit, eine kulturelle Mittlerrolle einzunehmen.
  • Fähigkeit, kulturelle Sensibilität zu entwickeln.
  • Einstellungen
  • Motivationen
  • Wertvorstellungen
  • Überzeugungen
  • Persönlichkeitsfaktoren

nach: GeR für Sprachen: lernen, lehren, beurteilen, S. 103-107.

 

4     Austausch mit Trapani (Italien)

5     Austausch des Schulchores mit den Babsingers (Morlaix/F)

Der Choraustausch mit der Partnerstadt Morlaix blickt auf eine langjährige Tradition zurück. 22 Jahre ist es her, dass im Jahre 1992 die Stadt Würselen mit ihrem damaligen Bürgermeister Martin ScMorlaix1hulz, der heute Präsident des Europaparlaments ist, den Jugendchor des Gymnasiums Würselen zum Jubiläum der Städtepartnerschaft in die Partnerstadt Morlaix schickte. Gemeinsam mit den Bürgermeistern beider Städte und dem Stadtorchester Würselen trat der Chor damals im Theater von Morlaix auf und begeisterte das bretonische Publikum. Auch in verschiedenen Schulen und in der Kirche St. Melaine wurde ein Konzert gegeben. Die Resonanz in der Partnerstadt war so groß, dass die Jugendlichen in Morlaix mit ihren Musiklehrern Louise und Jean-Arthur Thépaut ebenfalls einen Jugendchor gründen wollten und dies war die Geburtsstunde der „Babsingers“ mit denen der Würselener Jugendchor nun seit 22 Jahren jedes Jahr Besuch und Gegenbesuch mit den jeweiligen Konzerten mit jeweils ca. 60 Jugendlichen im Alter von 13 bis 24 und ihren erwachsenen Begleitern durchführt. Die entstandenen Freundschaften und die daraus hervorgegangenen Jahres und Monatsaustausche von einzelnen Austauschschülern und –schülerinnen mit Besuch der Schule im Gastland sprechen neben der französischen und deutschen Sprache auch die Sprache der Musik.

Für diesen Austausch erhielt der Chor mit seinem Leiter Bernhard Wiesemann im Mai 2012 beim Morlaix2Empfang im Rathaus eine Ehrenmedaille der Stadt Morlaix sowie als Geschenk der „Babsingers“ ein typisch bretonisches Freundschafts-Segelboot, das mit Muscheln gefüllt ist und seit dem seinen Platz am Gymnasium Würselen hat. Im Jahr 2014 wurde die Betreuung des Austausches und der gemeinsamen Chorkonzerte durch den neuen Chorleiter Dirk Beyer übernommen, der ebenfalls seit 12 Jahren aktiv am Austausch beteiligt ist.

6     Internationale Begegnung in Andover, UK

Da es aus verschiedenen Gründen schwierig ist, im Vereinigten Königreich eine Austauschschule zu finden (Es gibt zu wenig Schüler, die Deutsch lernen, und es gilt viele verwaltungstechnische Hürden für die englischen Kollegen zu überwinden), bietet die Unterbringung in Gastfamilien ohne Austausch unseren SchülerInnen die Möglichkeit Land und Leute „live“ zu erleben. Dies sind die Rahmenbedingungen für die Fahrt:

Ziel: Kennenlernen der englischen Kultur und Lebensweise, Training des mündlichen Sprachgebrauchs

Termin: 8. Bis 12. September 2014 (Termin schwankt, wird aber wahrscheinlich immer in die Zeit zwischen Sommer- und Herbstferien fallen.)

Dauer: 4 Nächte

Ort: Andover, ca. 1 Autostunde südwestlich von London

Unterbringung: in ausgesuchten Familien in Vollpension (Betreuung durch mitfahrende LehrerInnen und Organisatoren vor Ort), 2-4 Kinder in einer Familie

Programm: Ausflüge nach Southampton, Bath, Oxford und Stonehenge; vor allem auch Teilnahme am Leben in den Gastfamilien.

Kosten: bei einer Mindestteilnehmerzahl von 29 SchülerInnen und 4 Nächten Aufenthalt ca. 350€ inkl. Eintritt für Museen etc. (Wechselkursschwankungen sind möglich, bei höherer Teilnehmerzahl bis max. 33 Personen ein wenig preisgünstiger) sowie Taschengeld.

Auswahl: Die SchülerInnen bewerben sich schriftlich in Klasse 7 für eine Teilnahme. Die Auswahl erfolgt durch die begleitenden Lehrpersonen.

Das Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung „Agenda 21“

 

1     Das Projekt „Soziale Verantwortung“

 

Das Schulprojekt-Projekt „Soziale Verantwortung“ wurde im Rahmen einer Staatsarbeit im Schuljahr 2011/2012 in das Schulleben des Gymnasiums integriert und wird seitdem von den beiden Pädagogiklehrern Kerstin Koch und Dirk Beyer betreut. Es dient der Koordination und Würdigung von Schülerinnen und Schülern, die sich ehrenamtlich in schulischen und außerschulischen Projekten der Schul- und Städtegemeinde engagieren. Die Grundlagen eines solchen Projektes stammen aus den USA und werden dort seit ca. einem Jahrzehnt als „Service Learning“ –Projekt in vielen High Schools etabliert. Erstmalig in Deutschland ist das Projekt „Verantwortung“ durch M. Rasfeld bekannt geworden, die nach diesem Konzept ein Privatgymnasium in Berlin leitet. Die Idee stammte aus der einfachen Gegebenheit, dass sich viele Schülerinnen und Schüler täglich in außerschulischen und innerschulischen Projekten ehrenamtlich engagieren. Zu diesen zählen u.a. Streitschlichter, Schülercoaching, Schülerzeitung, Aushilfen in Offenen Ganztagsschulen und Altenheimen, Messdienerleiter, Vorlesepaten, etc.. Es war auch leider häufig auch eine Tatsache, dass die Arbeit dieser Schüler – die häufig der Arbeit professioneller und bezahlter Arbeitskräfte relativ nahe kam, nur unzureichend gewürdigt wurde. Das Projekt „Soziale Verantwortung“ änderte dies. Die teilnehmender Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 – EF gehen weiterhin ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten nach, nur mit dem Unterschied, dass ihre Projekte nun über die Schule und das NRW-Projekt „SozialGenial“ koordiniert, verbessert und gewürdigt werden.

Die Projektbeispiele und Ideen der Schüler sind sehr vielseitig und betreffen sowohl innerschulische, als auch außerschulische Tätigkeitsfelder. Die Organisation und Durchführung der einzelnen Projekte liegt nahezu vollständig in der Hand einzelner Schüler bzw. Schülergruppen und findet in regelmäßigen Abständen außerhalb der Unterrichtszeit statt.

So gingen daraus in den letzten Jahren (u.a.) ein Computerkurs für Senioren, die Betreuung von Kindern im Kindergarten, Vorlesepatenschaften in der Grundschule und viele innerschulische Projekte hervor.

2     Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage

Das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wurde bereits 1988 ins Leben gerufen und soll eine offene Auseinandersetzung mit Diskriminierungen aller Art schaffen. Umgesetzt wurde es an Schulen in Belgien, den Niederlanden, Österreich, Spanien und in Deutschland, wo bereits über 1400 Schulen ein Zeichen gegen Gewalt und Diskriminierung setzen.

Die Schülervertretung des Gymnasiums der Stadt Würselen hat Ende des Schuljahres 2012/’13 begonnen, dieses Projekt auch an unserer Schule in die Tat umzusetzen. 70% aller Menschen, die sich in irgendeiner Form an unserem Schulalltag beteiligen, haben dafür ihre allgemeine Einstellung gegen Rassismus und ihren Willen, dagegen vorzugehen, durch eine Unterschrift bestätigt. Nachfolgend wird nun jährlich eine Aktion innerhalb der Schule stattfinden, die eben diese unterschriebene Botschaft nach außen bringt.

Die SV startete also mit der Planung für ihr jährliches Projekt. Was für alle Mitglieder des Planungsteams direkt als erster und wichtigster Punkt feststand, war, das Thema „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ so nah an die Schülerinnen und Schüler heran zu bringen, dass es genug Raum gibt, sich intensiv damit zu beschäftigen. Dabei kam eine Art Wettbewerb heraus, in dessen Rahmen Schülerinnen und Schüler ihre zuvor im Unterricht erarbeiteten Projekte zum Thema Rassismus und Courage vorstellen, die dann in einer offiziellen Präsentationsveranstaltung in der Aula prämiert werden.

Für die Schirmherrschaft zur medienwirksamen Außendarstellung des Projekts konnten Martin Schulz, derzeit Präsident des Europäischen Parlaments, sowie die Bundesliga-Volleyballmannschaft des PTSV Aachen, die „Ladies in Black“, gewonnen werden.

 

3     SV-Seminar

 

Einmal im Jahr organisiert die gewählte SchülerInnenvertretung (SV) eine dreitägige Fahrt in eine Jugendherberge in der Nordeifel, an welcher aus allen Klassen der SI ein/e Vertreter/-in (i. d. R. die/der Klassensprecher/-in) teilnimmt, aus der Erprobungsstufe (Jahrgangsstufen 5 und 6) zusätzlich ein/e Stellvertreter/-in sowie aus den drei Stufen der SII jeweils fünf Sprecher/-innen.

In Workshops und Diskussionsrunden werden für den Schulalltag relevante Themen besprochen, Probleme erörtert, Entwicklungspfade aufgezeigt und Ideen zur Schulentwicklung erarbeitet, so dass einerseits über diesen Austausch wichtige Informationen aus den einzelnen Klassen/Stufen an die SV als ihre gewählte Vertretung in den höchsten Entscheidungsgremien der Schule herangetragen werden und andererseits diese ihre über das Schuljahr gewachsenen Projekte, Ideen und Anregungen über die Klassen-/Stufensprecher/-innen in die Schülerschaft einfließen lassen und diese hieran beteiligen können.

Auch das gegenseitige Kennenlernen der einzelnen Klassen-/Kurssprecher/-innen nimmt einen wichtigen Platz ein. Im Rahmen eines Spieleabends und anderer gemeinsamer Aktionen werden lerngruppenübergreifende Kontakte geknüpft und der Austausch angeregt.

Am zweiten Abend des Seminars ist die Schulleitung in Begleitung der/des Schulpflegschaftsvorsitzenden Gast der SV und wird zunächst von den Seminarteilnehmer/-innen umfassend über die in den Workshops erarbeiteten Ideen informiert, woraufhin sie sich mit der SV zu einer intensiven Austauschrunde zurückzieht und detailliert über Chancen und Schwierigkeiten bei der Umsetzung der erarbeiteten Projektideen diskutiert. Hierbei erhält die SV wichtige Einblicke in Funktionszusammenhänge der Schule und die Schulleitung wertvolle Anregungen zur Schulentwicklung, welche nach Möglichkeit gerne aufgegriffen und in die gesamtschulische Planung eingearbeitet werden.

 

4     Schulsanitätsdienst

Wenn’s mal weh tut

Von Schürfwunden und Quetschungen: Schulsanitätsdienst-AG am Gymnasium Würselen

Souverän wickeln sie den Verband um den blutenden und leicht angeschwollenen Arm. Der erste Schreck ist überwunden und die letzte Träne verflossen. Dankbar lässt der Schüler sich den Verband anlegen. Er hat keine Angst mehr, denn er weiß, er ist in guten Händen: Die Schulsanitäter kümmern sich um ihn.

Die Schulsanitätsdienst-Arbeitsgemeinschaft wurde vor wenigen Jahren zusammen mit dem Johanniter Jugendverband Aachen gegründet. Seitdem ist sie aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken. Die knapp zwanzig Schulsanitäterinnen und -Sanitäter kümmern sich nicht nur bei großen Schulveranstaltungen wie dem Fußballnachtturnier um die Verletzten, sondern stehen auch in den Pausen den verletzten oder erkrankten Mitschülerinnen und -Schülern im Rahmen eines Präsenzdienstes zur Verfügung. Darüber hinaus haben die „Schulsanis“ abwechselnd Rufbereitschaft, d. h. sie werden in Notfällen aus dem Unterricht direkt zu den Verletzten gerufen.

Dass die jungen Sanis so gut wissen, was sie bei den verschiedenen Verletzungen zu tun haben, ist ihrer umfangreichen Ausbildung geschuldet. Neben dem verpflichtenden „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“-Kurs haben sie an einer speziellen, dreitägigen Ausbildung teilgenommen. Inhalte dieser Ausbildung sind neben einigen organisatorischen Dingen wie dem Lernen des Einsatzablaufs im Schulsanitätsdienst am „Einsatzort Schule“ das Erkennen und richtige Deuten der Symptome, um so schnell und sicher die angemessene Hilfe zu leisten. Bei der Ausbildung wird dabei nach dem „Lerninsel-Prinzip“ verfahren. Das heißt die Inhalte werden nach Körperregionen aufgeteilt und anhand von klaren Leitfragen und Erkennungszeichen erlernt.

Darüber hinaus bestehen viele Angebote seitens des betreuenden Verbandes, die alten Kenntnisse aufzufrischen oder zu vertiefen. Ein besonderes Highlight für die jungen Sanis ist der alljährlich stattfindende Landeswettkampf der Schulsanitäter. Dieser dauert drei Tage und bietet die Möglichkeit zu einem spaßigen und spannenden Kräftemessen mit Schulsanitätern von anderen Schulen. Natürlich spielt der gesellige Austausch bei den abendlichen Grillparties auch eine wichtige Rolle.

 

5     Das Umweltparlament und der Verein Gynergie

 

Umwelt macht Schule

 

… So lautet das Motto des Umweltparlamentes, des Umweltrates und des am Gymnasium Würselen angegliederten Vereins Gynergie.

Das Wissen um die Zusammenhänge von Energie und Umwelt und die Umsetzung dieser Erkenntnisse in praktisches Handeln sichern nachhaltig die zukunftsfähige Lebensgrundlage der kommenden Generationen. Daher ist es wesentlich, Schülerinnen und Schüler für diese Themen zu sensibilisieren.

Vor diesem Hintergrund haben zwanzig engagierte Eltern, Lehrer und Freunde des Gymnasiums Würselen im März 2001 den gemeinnützigen Verein Gynergie e.V. gegründet. Dieser Name ist programmatisch, denn er bezieht den Begriff „Synergie“ (die positive Wirkung, die sich aus dem engen Zusammenwirken verschiedener Kräfte ergibt) auf das Gymnasium und auf das Thema Energie. Der Verein Gynergie hat in seiner Satzung festgelegt, das Gymnasium der Stadt Würselen besonders bei der Erziehung und Bildung auf dem Gebiet des Umweltschutzes und der umweltfreundlichen Energieverwendung zu unterstützen. In enger Abstimmung mit der Schulleitung, dem Umweltparlament, den Fachlehrern und –lehrerinnen des Gymnasiums sowie der Stadt als Gebäudeeigentümerin greift Gynergie e.V. umweltrelevante Themen auf und entwickelt daraus konkrete Projekte.

Seit Ende 2002 gibt es am Gymnasium der Stadt Würselen in jeder Klasse zwei gewählte Umweltbeauftragte, die gemeinsam das Umweltparlament bilden. Leitgedanke dieser Einrichtung ist die Überlegung, ein bewusstes Umweltverhalten von unten aufzubauen und in der Schülerschaft zu verankern und die Prinzipien und Regeln der Umsetzung von den Schülerinnen und Schülern demokratisch selbst bestimmen zu lassen.

Das Umweltparlament tagt pro Schulhalbjahr mindestens zweimal. Inhalt der Sitzungen ist sowohl ein intensiver Erfahrungsaustausch über die Themen Müll, Strom, Heizung und Wasser als auch die Vereinbarung bzw. Modifizierung von Umweltregeln und deren Umsetzung. Dabei standen bisher meist die Probleme der Mülltrennung im Vordergrund, wobei immer wieder betont wurde, dass die Umweltbeauftragten weder die „Müllmänner“ der Klasse noch die „Hilfspolizisten“ der Klassenlehrer sein durften. Die Einhaltung der Umweltregeln, insbesondere die der Müllvermeidung und Mülltrennung müssen mit der Autorität des Klassenlehrers durchgesetzt werden. Die Umweltbeauftragten helfen ihm zwar dabei, aber Umweltschutz und Erziehung zu einem umweltbewussten Verhalten bleibt die Aufgabe der Lehrer und Lehrerinnen und muss damit auf den Lehrerkonferenzen behandelt werden.

Den sogenannten Umweltrat gibt es seit 2006. Er besteht aus sechs Mitgliedern (jeweils 3 Schüler/-innen aus Sek. I und II) und wird auf der jeweils ersten Sitzung des Umwelt-parlaments im Schuljahr gewählt. Der Umweltrat vertritt das Umweltparlament nach innen innerhalb der Gremien der Schule und nach außen, z.B. gegenüber der Stadtverwaltung Würselen.

Unterstützt werden das Umweltparlament, der Umweltrat und der Verein Gynergie von einem sogenannten Agenda-21-Verbindungslehrer. Dessen Aufgabe besteht darin, zu den Sitzungen des Umweltrates und Umweltparlamentes einzuladen, daran teilzunehmen und Umweltprojekte zu begleiten. Außerdem nimmt der Verbindungslehrer an den Sitzungen des Vereins Gynergie teil und knüpft Kontakte zu inner- und außerschulischen Institutionen.

Das Umweltparlament hat im Laufe der Jahre die folgenden Maßnahmen beschlossen und umgesetzt:

Regeln zur Stromeinsparung: roter und grüner Punkt auf den Lichtschaltern

Regeln zur Stoßlüftung: Ausleihe von Miefampel.

Anbringung von Umweltregeln im Klassenraum über den Müllbehältern

Die Gym-Wue-Umweltregeln lauten wie folgt…

Unsere Abfälle werfen wir in die entsprechenden         Müllbehälter:

 

 

 

 

dunkler Eimer     gelber Eimer       blaue Kiste

für Restmüll        für Plastik- &       für Altpapier

Metallaball

 

Die Altpapierbehälter müssen freitags von 8.00 bis 13.00 Uhr bei den Hausmeistern geleert werden!!!

Hahn zu??? – Wir achten darauf, dass der Wasserhahn immer zugedreht wird! Tropfende Wasserhähne bitte bei den Hausmeistern melden.

 

Licht aus??? – Wir achten darauf, dass das Licht im Klassenzimmer, in den Fachräumen, Toiletten, Gängen und Umkleidekabinen möglichst ausgeschaltet wird. Die „rote“ Lichtleiste darf nur bei extrem schlechten Lichtverhältnissen eingeschaltet werden.

Während der Heizperiode öffnen wir die Fenster nur kurz zum Lüften.

 

Bei den Hausmeistern kann man eine Miefampel ausleihen!!! Die Miefampel hilft beim optimalen Lüften.

1     Gesunde Ernährung/Mensa

(Siehe Mensa)

2     Bewegungsfreudige Schule

Das Sportangebot

Neben dem Sportunterricht gibt es am Städtischen Gymnasium Würselen viele Veranstaltungen und Projekte mit sportlichem Schwerpunkt.

Bereits die fünften Klassen lernen die Fachschaft Sport am Begegnungsnachmittag und beim Kennenlernfest ausführlich kennen.basketball

In Arbeitsgemeinschaften (z.B. Akrobatik – s.P.5.2-, Spiele) kann man sich je nach Interesse zusammenfinden.

Ferner stellt das Gymnasium Würselen jedes Jahr zahlreiche Mannschaften für die Städteregionsmeisterschaften und häufig gelingt auch die Qualifikation für die nächsthöheren Ebenen.

Im Dezember findet für die fünften Klassen (hier nimmt der Schwimmunterricht 2/3 des Sportunterrichts ein) das Nikolausschwimmfest statt. Bei verschiedenen Wasserspielen wird hier die Siegerklasse gesucht.

Um die Karnevalszeit herum findet traditionell das Fußballnachtturnier statt. Hier kämpfen Klassen, Stufen, Lehrer, Ehemalige und Eltern an zwei Tagen um den Turniersieg. Die 5. und 6. Klassen spielen in einem kleinen Turnier, die besten Mannschaften der Klassen 7,8 und 9 können sich für das Hauptturnier qualifizieren. Die Planung und Organisation des Turniers übernimmt die Stufe Q1(=11).

Vor den Sommerferien werden in der Regel die alternativen Bundesjugendspiele organisiert. Auch hier kämpfen die Klassen in verschiedenen Lauf- und Spielformen um Punkte.

In der 9. Klasse soll die Klassenfahrt einen sportlichen Schwerpunkt haben. Die Auswahl des Schwerpunkts in der 8. Klasse bestimmt den Charakter der Fahrt. Sehr häufig werden Skifahrten gewählt, aber auch Wassersport (Segeln, Windsurfen, Kajak) findet Zuspruch.

 


Arbeitsgemeinschaften

Folgende AGs können für das 1. Halbjahr des Schuljahres 2014/15 von Schülerinnen und Schülern der Stufen 5 und 6 gewählt werden:

  • ATB (Artistik-Tanz-Bewegung)
  • Entspannung und Meditation – Zeit für dich!
  • Jugend forscht
  • Kalligrafie
  • Künstlerische Gestaltung
  • Powerpoint / Audacity / Moviemaker
  • Robotik
  • Schach, Canasta, Mastermind, Skat, Doppelkopf und viele weitere Gesellschaftsspiele aller Art, von anspruchsvoll bis leicht zu spielen; Für jeden ist etwas dabei!
  • Sport
  • Theater
  • „Tipp Topia“ (suchst du noch oder tippst du schon?)
  • „Was man weiß, was man wissen sollte“ (Politik für Neugierige aus den Klassen 5 und 6)

 

Alle AGs werden von Lehrerinnen und Lehrern mit Leidenschaft betreut.

Mit jedem Jahr wächst die Anzahl der interessanten AG-Angebote, sodass alle Schülerinnen und Schüler eine für sie geeignete Arbeitsgemeinschaft finden werden.

Weitere Arbeitsgemeinschaften, die nicht zu den Ganztags-AGs gehören:

  • Chor
  • Begabtenförderung
  • ECDL
  • Garten-AG
  • Schüler helfen Schülern
  • Schülerlotsendienst
  • Schülerzeitung
  • Sportmannschaften (Fußball, Volleyball, Basketball,…)
  • Theater-AG
  •  

3     Sponsored Run—Laufen für den guten Zweck

 

Jedes zweite Jahr laufen die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen und einzelne Lehrer des städtischen Gymnasiums Runde um Runde durch Würselen. Eltern, Verwandte oder Freunde müssen im Vorfeld als Sponsoren gewonnen und als Fans an der Laufstrecke aktiviert werden.

Nach dem Motto „In der Gruppe läuft es sich besser“ sind rund 1000 Schülerinnen und Schüler gemeinsam auf einer begrenzten Strecke unterwegs. Es gilt, so viele Runden wie möglich in einer vorgegebenen Zeit zu laufen. Der eingenommene Betrag wird für gemeinnützige Zwecke außerhalb, aber auch für eigene Vorhaben innerhalb der Schule verwendet.

Der Rundenerlös des Abiturjahrgangs fließt jedoch ausschließlich in die Finanzierung der Abiturfeier ein.

 

4     Psychosoziale Beratung in der Schule

 

Die Beratungstätigkeit im psycho-sozialen Bereich in der Schule bezieht sich vor allem auf die Beratung von Schülern und Schülerinnen zur Prävention und Bewältigung von Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten und sich darin begründenden Konflikten.

Frau Scheffer-Löchte und Herr Voigt stehen als speziell fortgebildete Lehrkräfte für Beratungsgespräche zur Verfügung. Typische Themen für eine Beratung sind Fälle von Konflikten mit Mitschülern, Mobbing aber auch familiäre Sorgen und Krisensituationen. Die Inhalte der Beratungsgespräche unterliegen der Schweigepflicht.

Hierbei gilt für die Beratungslehrer/innen in NRW folgende Definition:„Beratung ist zu verstehen als dialogischer Prozess des Sich-Beratens. Ziel dieses Prozesses ist die Veränderung durch Hilfe zur Selbsthilfe; Menschen erfahren Unterstützung, sich selbst zu ändern.“1

Im Beratungsgespräch geht es vor allem um die Erweiterung von Handlungsmöglichkeiten der Ratsuchenden. Die Teilnahme sollte freiwillig sein. Die gemeinsam erarbeiteten und vereinbarten Ziele werden in weiteren Gesprächen reflektiert, überprüft und als Anregung erneut in den Prozess der Beratung aufgenommen.

Wichtig ist es darauf hinzuweisen, dass Schule als Bildungs- und Erziehungsinstitution keinen therapeutischen Auftrag hat und Lehrer keine Therapeuten sind. Wenn im Verlauf von Beratungsgesprächen deutlich wird, dass die Problematik nicht im Rahmen der Schule lösbar ist, müssen die Beratungslehrer die Fälle an außenstehende Instanzen wie Jugendamt oder Psychologen weiterleiten. Die Grenzen zwischen Erziehung, Beratung und Therapie müssen dabei erkannt und jederzeit gewahrt bleiben.2

Die Beratung mit dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe erfordert 3 :

► das Schaffen einer vertrauensvollen Beziehung, die verändertes Denken unterstützt,
► Anerkennung und Förderung der Problemlösungsfähigkeit der Ratsuchenden,
► Etablieren eines Systems der vom Problem betroffenen und / oder der an seiner Lösung beteiligten Personen,
► gemeinsames Entwickeln alternativer Deutungsmuster,
► gemeinsames Entwickeln selbst-erreichbarer Ziele / Visionen,
► gemeinsames Überprüfen und Festlegen der Rahmenbedingungen für Veränderung,
► Nutzung verfügbarer Ressourcen,
► gemeinsames Entwickeln von Handlungsstrategien, gemeinsames Auswerten von Ergebnissen.

Die Beratung findet statt in einer Atmosphäre gegenseitiger Wertschätzung und kann einmalig oder als Serie von mehreren, vorher vereinbarten Beratungsgesprächen durchgeführt werden. Sie finden in der Regel über einen längeren Zeitraum ( 3 – 4 Termine ) in vorheriger Absprache mit den betroffenen Schülern und Schülerinnen im Streitschlichterraum statt. Eine Information an die Erziehungsberechtigten erfolgt über den Schulplaner. Die Möglichkeit der Beratung von Erziehungsberechtigten ist ebenfalls gegeben und findet nach Vereinbarung statt.

Ort: Beratungsraum 607

Zeiten: Die festen Beratungszeiten werden per Aushang am Raum bekannt gegeben. Weitere Termine sind immer nach Absprache möglich.

Termine können die Schülerinnen und Schüler oder ggfs. Eltern direkt bei Frau Scheffer-Löchte oder Herrn Voigt anfragen oder sich per Email an beide wenden. Auch die Klassen- und Stufenlehrer können auf Beratungsbedarf bei Schülerinnen und Schüler hinweisen und den Kontakt herstellen.

5     Sicherheit im Verkehr und Unfallschutz – Schülerlotsen

Die Schülerlotsenausbildung ist Teil unseres Konzepts zur Verkehrserziehung, das in der fünften Klasse mit einem Besuch des Verkehrssicherheitsbeauftragten der Polizei einsetzt und sich in der Oberstufe mit der „Crash Kurs“ Veranstaltung zur Vermeidung von schweren Verkehrsunfällen bei jungen Autofahrern fortsetzt.

Das Team der Schülerlotsen ist in der Mittelstufe angesiedelt und hat an unserem Gymnasium schon eine lange Tradition. Seit vielen Jahren erhalten die Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen die Möglichkeit, sich in einer Doppelstunde von einem Verkehrspolizisten in die Grundlagen der Schülerlotsentätigkeit einweisen zu lassen. Anschließend werden sie paarweise an drei Würselener Kreuzungen morgens vor Unterrichtsbeginn als Lotsen eingesetzt. Aushänge informieren über den wöchentlichen Wechsel der Lotsenteams.

Die Ausrüstung der Lotsen mit Kellen und Warnwesten wird von der Stadt Würselen gestellt. Lehrkräfte der Schule betreuen das Lotsenteam, stellen die Dienstpläne auf und prüfen regelmäßig, ob die Kellen intakt und die Dienste zuverlässig geleistet worden sind.

Am Schuljahresende erhalten die Schülerlotsinnen und Schülerlotsen neben einem Zertifikat über ihr Engagement eine Einladung der Stadt Würselen zu einem Ausflug in das Phantasialand. Begleitet von zwei Lehrerinnen unserer Schule dürfen so jährlich rund 60 Lotsinnen und Lotsen kurz vor den Sommerferien einen Tag im Freizeitpark genießen, für den sie vom Unterricht befreit werden.

6     Schule der Zukunft – „Umwelt macht Schule“

Anfang 2003 hat das Gymnasium Würselen mit der Stadt Würselen einen Vertrag über Energie- und Mülleinsparung nach dem Bonusmodell 40 : 30 : 30 abgeschlossen. Demnach kommen die eingesparten Energie- und Müllkosten zu 40 % der Stadt zugute, während unsere Schule 60 % erhält. Davon muss sie die Hälfte, also 30 % wieder für Energiesparmaßnahmen investieren, während sie über die andere Hälfte (30 %) frei verfügen kann. (Zum Beispiel 2008: insgesamt 2.974,83 € für unsere Schule, also 1.487,42 € zur freien Verfügung.) Vonseiten der Schülerinnen, Schüler und Hausmeister wird das kommunale Bonussystem auch als Belohnungsmodell für deren engagierten Einsatz für die Umwelt verstanden. Schließlich haben die vom Umweltparlament aufgestellten Umweltregeln der Stadt Würselen auch zu Einsparungen bei den Energie- und Müllausgaben verholfen.

Entsprechend dem folgenden Flussdiagramm wird über die Verwendung der Bonusgelder bestimmt:

Kriterien für schulische Ökoprojekte sind neben den Kosten und der Machbarkeit auch deren Integration in den Unterricht. Damit aus umweltrelevanten Themen auch schulische Öko-projekte entwickelt werden können, ist eine enge Zusammenarbeit von Umweltparlament/   –rat, Gynergie e.V. mit der Stadt Würselen als Gebäudeeigentümerin erforderlich.

Neben den Bonusgeldern wurden bereits durchgeführte Projekte meist auch durch den Verein Gynergie mitfinanziert. Als erstes Projekt wurde eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Gymnasiums installiert, die seit Oktober 2002 jedes Jahr etwa 2.900 kWh Solarstrom – etwa so viel wie eine 3-köpfige Familie pro Jahr benötigt – produziert. Durch diese umweltfreundliche Art der Stromproduktion werden der Umwelt jährlich ca. 2,5 t CO2 erspart.

 

 

Frei nach dem Motto, „Tue Gutes und sprich darüber“, haben die NRW-Landesministerien für Klimaschutz, Umwelt, etc. und für Schule und Weiterbildung mehrere Öko-Kampagnen für Schulen ins Leben gerufen:

1.) Mit dem Projekt „Beleuchtung von Klassenräumen und Schulfluren“ haben das Umweltparlament und Gynergie e.V. zwischen 2005 und 2008 an der Kampagne „Schule der Zukunft – Agenda 21 in der Schule“ teilgenommen. Belohnt wurde das Gymnasium Würselen dem Titel „Agenda-21-Schule“.

2.) Bei der Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ haben wir 2012 das Projekt „Regenwassernutzungsanlage für die Schultoilette“ gemeldet. Aufgrund anstehender, aber noch unklarer baulicher Veränderungen am Schulgebäude muss das Projekt leider bis auf weiteres zurückgestellt werden.

Neben den zuvor genannten Projekte wurden für ein gutes Lernklima „Miefampeln“ angeschafft, die anzeigen welche Qualität die Raumluft hat und ob Lüftungsbedarf entsteht. Zur bewussten Mülltrennung und als Anreiz für die Müllvermeidung im Zusammenhang mit der Ausschüttung von Geldern aus dem Bonusmodell der Stadt für eine Reduktion des Müllvolumens wurden 12 robuste Mülltrennstationen angeschafft.

Neue Projekte zu LED-Beleuchtung, energiesparenden Fenstern und Windenergienutzung sind derzeit in Planung.

1 Schülersprechtag

 

wird noch ergänzt …

 

2 Psychosoziale Beratung

(siehe Punkt XI.)

3 Studien- und Berufsorientierung

Unser umfangreiches Angebot findet sich auf der StuBO-Seite unserer Homepage.

1     Soziales Lernen im Jahrgang 5

In der Jahrgangsstufe 5 steht im ersten Halbjahr das Fach „soziales Lernen“ im Lehrplan, das Einheiten aus dem Programm Lion’s Quest“ Erwachsenwerden systematisch erarbeitet.

2     be smart don’t start – Teilnahme an der Aktion in der Jahrgangsstufe 7

In der Mittelstufe findet seit Jahren die Teilnahme an der Aktion „be smart don’t start“ statt.

3      Individuelle psychosoziale Beratung

(s. Punkt 4)

4     Kooperation mit Beratungsstellen (Polizei, Jugendamt)

Präventiv, aber auch bei aktuellen Anlässen laden wir gezielt für bestimmte Klassen oder Jahrgänge Experten ein, die in Vorträgen oder Workshops die Jugendlichen für die Problematik (Sucht, Mobbing etc.) sensibilisieren.

Klassenfahrten/Wandertage

In jedem Schulhalbjahr begibt sich jede Klasse auf einen Wandertag, in den Jahrgangsstufen 6 und 9 stehen mehrtägige Klassenfahrten auf dem Programm. An den Wandertagen können die Klassen ihr Ziel frei wählen. In Klasse 6 fährt die gesamte Stufe gemeinsam ins Sport- und Erlebnisdorf Hinsbeck des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen. Hier spielen, wie der Name schon sagt, Sport und Spaß natürlich eine Hauptrolle. Aus dem umfangreichen und vielfältigen Angebot vor Ort können die Klassen sich einzelne Bausteine nach eigenen Vorlieben zusammenstellen, aber auch lerngruppenübergreifende Angebote werden gerne angenommen. Der Sportfahrt in Jahrgangsstufe 9 setzt jede Klasse ihren eigenen Schwerpunkt, z. B. Skifahren oder Wassersport.

Neben den gesundheits- und entwicklungsbezogenen Wirkungen, die Sportfahrten naturgemäß mit sich bringen, stehen eine Reihe weiterer pädagogischer Schwerpunkte im Zusammenhang mit Klassenfahrten an, wie beispielsweise die Stärkung des Klassenverbandes, die Integration aller Individuen in die Gruppe, die Förderung sozialer Kompetenzen wie Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten, die Vermittlung von Erfolgserlebnissen und die Persönlichkeitsentwicklung z. B. im Bereich der Übernahme von Initiative und Verantwortung.

Studienfahrten

Studienfahrten finden am Gymnasium Würselen zur Zeit im ersten Jahr der Qualifikationsphase in der Woche vor den Osterferien statt. Während bis vor einigen Jahren die ganze Stufe 12 oder 13 gemeinsam unterwegs war, sind die Fahrten wegen der zunehmenden Größe der Stufen inzwischen an die Leistungskurse gebunden. In der Regel schließen sich zwei oder drei Leistungskurse – auch verschiedener Fächer – zusammen und besuchen für ca. eine Woche einen Ort, an dem ein Programm angeboten werden kann, das zum einen für alle eine thematische Ergänzung zum Unterricht der Leistungskurse ermöglicht, zum anderen aber auch wieder Raum und Zeit für andere gemeinsame Aktivitäten lässt, die das soziale Miteinander fördern .

Die Fahrten werden von den Leistungskurslehrern/innen und den Beratungslehrern/innen der jeweiligen Jahrgangsstufen organisiert und begleitet. Jeder Gruppe wird immer ein in- und ein ausländisches Ziel angeboten. In den letzten Jahren fanden z. B. Fahrten nach Berlin, Hamburg, München, Prag, Rom und in die Toskana statt.

Exkursionen

(s. Lernen außerhalb des Unterrichts)